Warum sich Sonntagsbrötchen negativ auf die Klimabilanz auswirken
08.10.2012 | 17:33 Uhr 2012-10-08T17:33:32+0200
Gießen. Die Mehrzahl der Deutschen legt den Weg zum Supermarkt mit dem Auto zurück. Das belastet das Klima mehr als bisher angenommen, wie jetzt eine Studie der Universität Gießen ergeben hat. Besonders das sonntägliche Brötchenholen schlägt sich negativ in der Klimabilanz nieder.
Unser Einkaufsweg belastet das Klima erheblich mehr als bisher angenommen: Im Durchschnitt setzt jeder Bundesbürger allein durch die Fahrt zum Geschäft mit Auto, Bus und anderen Verkehrsmitteln 280 Gramm Kohlendioxid pro Kilogramm gekaufter Ware frei. Das zeigt eine Studie von Forschern der Universität Gießen.
Sie hatten deutschlandweit den sogenannten Consumer Carbon Footprint (CCF) untersucht - den Anteil an der Klimabilanz von Produkten, den der Verbraucher durch seinen Einkaufsweg bestimmt. Bisher sei man für diesen CCF-Wert nur von 140 Gramm CO2 ausgegangen - halb so viel wie jetzt ermittelt, wie die Forscher im Journal "Ernährungsumschau" berichten. Die Studie habe zudem wie erwartet ergeben, dass Verkehrsmittel, Einkaufsstrecke und -menge einen erheblichen Einfluss hätten. Das sonntägliche Brötchenholen per PKW schlage beispielsweise mit besonders hohen Werten zu Buche.
83 Prozent der Deutschen fahren mit dem Auto zum Einkaufen
Ein Grund für den relativ großen CO2-Fußabdruck des Einkaufsweges ist das Verkehrsmittel: Nach den Ergebnissen von Elmar Schlich und seinen Kollegen fahren 83 Prozent aller Deutschen mit dem Auto zum Einkaufen. Sie legen dabei durchschnittlich 2.600 Kilometer im Jahr zurück. Auf dem Land seien es mehr, in Städten mit guter Infrastruktur dagegen weniger, berichten die Forscher. Dabei schwanken die Einzelwerte aufgrund der Wahl des Verkehrsmittels, der zurückgelegten Strecke und der eingekauften Menge zwischen 0 und 8.830 Gramm, jeweils bezogen auf ein Kilogramm Einkauf. Das ermittelten die Forscher unter anderem mit Hilfe von Einkaufstagebüchern, die 20 bundesweit verteilte Haushalte vier Wochen lang führten.
Auch die Bevölkerungsstruktur einer Region oder einer Stadt spielt eine wichtige Rolle, wie ein weiterer Test zeigte. Die Forscher hatten dafür 401 Käufer an Gießener Ladenkassen nach ihrem Einkaufsweg befragt. Diese Daten verglichen sie mit den für ganz Deutschland erhobenen Daten. Für die Stadt Gießen ergab die Auswertung einen mittleren CCF-Wert von lediglich 124 Gramm pro Kilogramm Einkauf, wie die Forscher berichten.
Große Mengen kaufen und Läden in der Nähe besuchen
Das liege daran, dass dort nur 46 Prozent der befragten Personen die Einkaufswege mit dem PKW zurücklegten. Gießen weist deutschlandweit den höchsten Anteil an Studierenden in der Einwohnerschaft auf. Der aktuellen Erhebung zufolge benutzen die meisten Gießener Studierenden klimafreundlich das Fahrrad, ihr Semesterticket oder gehen zu Fuß zum Einkaufen.
Zurzeit gehen die Forscher noch einer weiteren spannenden Frage nach: Sie wollen klären, ob die Kundschaft von Bioläden auch bei der Wahl der Verkehrsmittel und der Entfernung dorthin ein signifikant höheres Umweltbewusstsein aufweist.
Nach Ansicht der Forscher kann der einzelnen Verbraucher aber in jedem Fall dazu beitragen, seinen Einkauf klimaverträglicher zu machen: So sei es grundsätzlich günstiger, große Mengen auf einmal zu kaufen und Läden im näheren Umfeld zu besuchen. Vorratseinkäufe in Kombination mit anderen Wegen, wie zum Beispiel der Fahrt zur Arbeit, sind ebenfalls von Vorteil, wie die Wissenschaftler erklären. (dapd)

20:18
ich fordere ein sofortiges Nichtbrötchenesserschutzgesetz in NRW
ein Backverbot für Fabriken, Handwerksbetriebe, Kaufhäuser, Discounter und Tankstellen
die Rot/Grüne Landesregierung wird das doch wohl noch hinbekommen
14:45
Dann sind auch verkaufsoffene Sonntage nicht gut für das Klima, weil die meisten Kunden sich mit dem PKW zu den geöffneten Geschäften begeben. Außerem müssen auch die Verkäufer zu den Läden (meist mit PKW). Hinzu kommt Strom- und anderer Energieverbrauch (Beleuchtung/Heizung/Klimaanlagen in den Läden) alles auf Kosten unseres Klimas - also verkaufsoffene Sonntage sofort abschaffen!
10:57
Ich weiß ja nicht, was an der Klima-Geschichte dran ist. Ich bin kwein Wissenschaftler und maße mir nicht an zu beurteilen, ob wir einen menschengemachten Klimawandel haben oder nicht.
Was ich aber beurteilen kann, ist die Tatsache, dass es dem Klima relativ egal ist, ob ich sonntags meine Brötchen beim Bäcker hole oder nicht. Dazu reichen ganz einfache Rechenkünste. Wieviel co2 wird insgesamt ausgestoßen? Wieviel Prozent (bzw Promille, kleinere Maßeineheiten kenne ich leider nicht) davon werden von sonntäglichen Brötchenholern produziert?
Und um wieviel besser ist die Klimabilanz, wenn ich mir im Backofen die tiefgefrorenen aufbacke?
09:02
Obwohl ich meine Brötchen am Wochenende geliefert bekomme, unternehme ich nach dem Frühstück dennoch noch eine ausgiebige Spritztour. Man will ja seinen ökologischen Fußabdruck nicht aus den Augen verlieren, und gegen ein wärmeres Klima hätte ich auch nichts einzuwenden. Allerdings habe ich mittlerweile so meine Zweifel, ob übermäßiger CO2-Ausstoss auch wirklich gegen ein zu kaltes Klima hilft! Egal, ich versuchs einfach weiter...
08:35
Die Sonntagsbrötchen gehören sofort abgeschafft. Das muss verboten werden und das Ordnungamt und die Polizei sollten kontrollieren, ob es noch heimliche Backstuben und illegale Dealer der Brötchen gibt. Zuwiderhandlungen müssen mit drastischen Strafen geahndet werden. Diese Brötchenfresser bingen das Klima und dann uns alle um. Meine Kinder weinen jeden Sonntag morgen, wenn Sie nicht nach draußen gehen können wegen der ganzen Abgase von den Autos der Brötchenfresser.
:-)
08:25
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08:05
Das schreit ja förmlich nach einer Okosteuer auf Sonntagsbrötchen....kann ja nicht angehen, was die Deutschen sich so erlauben.
00:16
Hat das Sommerloch noch nicht schon wieder geschlossen?
22:02
Da liegen die per Flugzeug aus Neuseeland eingeflogenen Kiwis und ähnlich unsinniges Zeug tonnenweise in den Superärkten herum. Aber von wissenschaftlicher Seite kümmert man sich darum, ob die Bundesbürger ihre Brötchen sonntags mit dem Auto holen.
Was soll man dazu noch sagen? So langsam ist nachvollziehbar, wer unseren Politikern die Grundlage für ihre oft ähnlich irrationalen Entscheidungen liefert.
Interessant, wofür man lange Jahre studieren muss, wenn dabei doch nur solcher aufgebackener Unfug heraus kommt ...
21:17
Blähungen wirken sich auch negativ auf das Klima aus...
Vielleicht kümmert man sich mal endlich um die wirklichen Klimazerstörer, die Industrie.
Genau, wir sollten die Industrie verbieten und abschaffen, die braucht mit dem bedingungslosen Grundeinkommen sowieso niemand mehr! ;-)