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Michael Schumacher

Warum Schumacher-Managerin Kehm nichts zu seinem Zustand sagt

12.03.2016 | 11:34 Uhr
Warum Schumacher-Managerin Kehm nichts zu seinem Zustand sagt
Im Dezember 2013 verunglückte Michael Schumacher beim Skifahren. Wie es ihm heute geht, darüber gibt die Familie keine Auskunft.Foto: Getty

Essen.  Seit seinem Ski-Unfall 2013 hat man Michael Schumacher nicht mehr gesehen. Warum seine Managerin die Frage "Wie geht es ihm?" nicht beantworten mag.

Wie geht es Michael Schumacher? Diese Frage beschäftigt viele Fans des einstigen Formel-1-Fahrers, seitdem der sich Ende Dezember 2013 bei einem Ski-Unfall schwer am Kopf verletzte. Mehr als zwei Jahre sind seitdem vergangen, und je weniger Angehörige und Vertraute Schumachers über dessen Zustand verraten wollen, desto heftiger wird in den Boulevardmedien spekuliert.

Sabine Kehm ist seit vielen Jahren Michael Schumachers Managerin und Sprecherin. Seit dem Unfall der Formel-1-Legende ist sie vor allem darum bemüht, die Privatsphäre der Familie zu schützen. Foto: dpa

In einem ausführlichen Artikel widmet sich die Süddeutsche Zeitung an diesem Wochenende der Frau, die zur Frage "Wie geht es ihm?" in all den Monaten nach dem Unfall schwieg und sie auch diesmal nicht beantworten mag: Sabine Kehm. Die Managerin des früheren Ausnahmesportlers sagt in dem Bericht, sie sei mitunter "erschlagen" von der Anteilnahme. Sie finde es okay, wenn die Leute nach dem Zustand Schumachers fragten. Sie sehe momentan "aber keine Alternative" zum Schweigen.

Die Interpretation der Interpretation

Wie es ihm geht? "Man kann diese Frage nicht in ein paar Sätzen beantworten", wird Kehm zitiert. "Jedes Wort würde zu Interpretationen der Worte und Interpretationen der Interpretationen führen", heißt es weiter.

Schumachers Familie ist seit dem Unfall darum bemüht, ihre Privatsphäre zu wahren. Die Journalisten, die wochenlang vor dem Krankenhaus im französischen Grenoble ausharrten, habe sie als "aggressiv und hysterisch" empfunden, sagte Kehm am Samstag bei einer Tagung in der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Einer habe sich als Priester ausgegeben, ein anderer als Schumachers Vater, um Zutritt zum Krankenzimmer zu bekommen.

Eine dreistellige Zahl an Klagen

Es sei schon immer ihre große Aufgabe gewesen, das Privatleben der Schumacher-Familie zu schützen, sagte Kehm. Schumacher habe strikt den privaten und den öffentlichen Bereich getrennt. Schumachers Genesungsprozess jedenfalls sei ein "absolut intimer Bereich", der nicht in die Öffentlichkeit gehöre. Wenn sich Medien daran nicht halten, dann werde gegen sie geklagt, betonte Kehm.

Die Zahl der Klagen seit Dezember 2013 liegt dem SZ-Bericht zufolge im dreistelligen Bereich Wie viele Klagen zurzeit genau laufen, kann selbst Schumachers Medienanwalt Felix Damm demnach nicht beziffern. "Es sind zu viele", sagt er. (shu/mit epd)

Zum Süddeutsche-Artikel (Bezahlinhalt)

Kommentare
13.03.2016
13:00
Warum Schumacher-Managerin Kehm nichts zu seinem Zustand sagt
von superwiser | #17

Der "Marktwert" des Herrn Schumacher beruhte nicht zuletzt auf seiner Präsenz in der Öffentlichkeit! Erst dadurch wurde die "rennfahrende...
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1 Antwort
Warum Schumacher-Managerin Kehm nichts zu seinem Zustand sagt
von eine-attendornerin | #17-1

guter Kommentar, dem ist nichts hinzuzufügen

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Warum Schumacher-Managerin Kehm nichts zu seinem Zustand sagt
Warum Schumacher-Managerin Kehm nichts zu seinem Zustand sagt
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http://www.derwesten.de/panorama/warum-schumacher-managerin-kehm-nichts-zu-seinem-zustand-sagt-id11645901.html
2016-03-12 11:34
Celebrities, Michael Schumacher, Unfall, Sabine Kehm, Genesung, Skiunfall, Formel 1
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