Warten auf Kates Baby - zehn Fakten zum royalen Nachwuchs

Ein royales Traumpaar: Prinz William (re.) und Ehefrau Kate gemeinsam mit Prinz Harry bei der Geburtstagsparade für die Queen.
Ein royales Traumpaar: Prinz William (re.) und Ehefrau Kate gemeinsam mit Prinz Harry bei der Geburtstagsparade für die Queen.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
Gespannt warten die Briten auf die Geburt ihres nächsten Thronfolgers. Mitte Juli soll das erste Kind von Herzogin Catherine und Prinz William auf die Welt kommen. Wird es ein Mädchen? Oder doch ein Junge? Nimmt der Vater Elternzeit? Zehn Fragen und Antworten rund ums royale Baby.

London.. Großbritannien fühlt sich schwanger und fiebert der Geburt entgegen: In wenigen Wochen soll das royale Baby in London zur Welt kommen. Kate (31) hat sich bereits von allen öffentlichen Aufgaben zurückgezogen und dürfte augenrollend die Füße hochgelegt haben: So viel Trubel wie um den Mini-Thronfolger gab’s bisher nur um ihre Hochzeit. Wir haben zehn Fakten zum Mitreden über die Promi-Schwangerschaft des Jahres zusammengestellt.

1 Wie soll das Baby heißen?

In den Wettbüros tippen die meisten darauf, dass ein Mädchen Alexandra und ein Junge George getauft werden könnte. Kleiner Haken an der Prognose: Niemand weiß, ob’s ein Mädchen oder Junge wird – nicht einmal Kate und William. Sie haben entschieden, sich am Tag der Geburt überraschen zu lassen. Dabei ist viel spekuliert worden, über angebliche Versprecher und darüber, dass Kate ein Schiff namens „Royal Princess“ getauft hat. Doch der Kinderwagen, mit dem sie gesichtet wurde, war blau, ihre Garderobe häufig pink, die Wiege wiederum weiß.

2 Wo kommt das Baby zur Welt?

Dort, wo auch schon Prinz William und Prinz Harry geboren wurden: Im Lindo-Flügel des Privatkrankenhauses St. Mary’s in West-London. Das Haus ist quasi der Rolls Royce unter den Kreißsälen Großbritanniens: Frisch saniert, hochgerüstet mit Frühchenstation, Intensivmedizinern, Hypnose-Experten gegen Wehenschmerz und einer kleinen, feinen Weinkarte, damit die Familie vor Ort auf den Neuzugang anstoßen kann. Kosten: rund 6300 Euro.

Wann ist es soweit und wer darf dabei sein?

3 Kommt das royale Baby per Wunsch-Kaiserschnitt und gemäß Terminkalender auf die Welt?

Nein, Palastsprechern zufolge soll das Kind auf natürlichem Wege zur Welt kommen.

4 Wann ist es soweit?

Die britische Presse spekuliert auf die Zeit rund um den 13. Juli – also mitten in der viertägigen Jubiläumsfeier zum 60. Krönungstag der Queen.

5 Wer darf bei der Geburt dabei sein?

Anders als bei älteren Royals will Prinz William seine Frau bei der Geburt begleiten – wenn er es rechtzeitig nach London schafft. Er leistet weiterhin seinen Dienst als Hubschrauberpilot in Wales und soll in die Hauptstadt geflogen werden, sobald die Wehen beginnen. In der Zwischenzeit wachen Kates Mutter Carole, Schwester Pippa und die zwei langjährigen Gynäkologen der Queen über Kate.

6 Nimmt Prinz William Elternzeit?

Der frischgebackene Papa bekommt wie jeder Angehörige der britischen Armee zwei Wochen Baby-Urlaub zu einem reduzierten Lohn von 322,44 Euro. Über die Zeit danach hüllt der Palast sich in Schweigen – das beste Indiz dafür, dass für den Thronfolger auch in punkto Job eine Zeit der Veränderung anbricht. Kate will mit dem Baby einige Wochen nach der Geburt zu ihren Eltern nach Berkshire ziehen.

7 Wo soll der Dreh- und Angelpunkt der jungen Familie sein?

Neues Zuhause ist Dianas alte Residenz: Kensington Palast im Herzen Londons, inzwischen aufwendig renoviert und umgebaut.

Kann auch ein Mädchen Thronfolger werden?

8 Wie erfährt die Welt, wann das royale Baby da ist?

Erst einmal nicht über Twitter, soviel ist klar. Um das Ereignis angemessen zu würdigen, wird gleich nach der Geburt eine Urkunde samt königlichem Briefkopf verfasst, die Geschlecht des Kindes und den Zeitpunkt der Geburt festhält. Unterschrieben wird sie von den Ärzten, bevor ein Chauffeur sie zum Palast bringt. Dort wird das Dokument öffentlich sichtbar auf einer Staffelei am Haupteingang ausgestellt.

9 Kann das Kind auch Thronfolger werden, wenn es ein Mädchen ist?

Sie darf – dafür hat die britische Regierung in den vergangenen Jahren auf der Insel und in Überseegebieten der Krone die Gesetze ändern lassen. Bis jetzt war Königsein nämlich eine arg sexistische Angelegenheit. Schuld ist die Primogenitur, eine Regel, die besagt, dass erstgeborene Söhne und deren Söhne das Vorrecht auf den Thron haben. Die amtierende Queen war nur eine "Verlegenheitslösung", da es keine Brüder gab. Kates Töchterchen könnte damit die erste, gleichberechtigte Monarchin werden. Harry rutscht in der Thronfolge nach hinten.

10 Wo findet die Willkommensparty fürs Baby statt?

Wer die verrückten Briten kennt, weiß: Überall wird gefeiert, sobald die Geburtsurkunde am Palast aufgestellt ist. Der Einzelhandel rechnet schon jetzt, dass Geschäfte binnen weniger Stunden über drei Millionen Flaschen Sekt und Champagner bereithalten müssen. In London sollen die Kirchenglocken läuten, am Tower erklingen Gewehrsalven. Zur Tradition gehören spontane Straßenfeste, bei denen die Briten mit den Nachbarn grillen und auf ihre Royals anstoßen. Das Ganze wiederholt sich dann noch einmal sechs Wochen später, wenn das Thronfolgerlein getauft wird.