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VW, Opel und Ferrari - Diese Neuheiten bringt das Autojahr

07.01.2013 | 17:49 Uhr
VW, Opel und Ferrari - Diese Neuheiten bringt das Autojahr
Konzeptstudie vom neuen BMW i3.Foto: DAPD

Essen.   Es bringt sicher keine Zulassungsrekorde im Neuwagengeschäft, aber jede Menge neue Modelle – und dem Hybridantrieb den Durchbruch. Volkswagen bringt ein Ein-Liter-Auto auf den Markt, glaubt aber nicht an den Erfolg des eigenen Modells. Ein Ausblick aufs Autojahr 2013.

Es bringt sicher keine Zulassungsrekorde im Neuwagengeschäft, aber jede Menge neue Modelle – und dem Hybridantrieb den Durchbruch. Der zusätzliche zweite Antrieb findet sich in diesem Jahr im Ein-Liter-Auto ebenso wie im Batteriefahrzeug oder in fast 1000 PS starken Sportwagen. Und erstmals in einem bezahlbaren deutschen Auto.

Nach dem Vornamen seines legendären Firmengründers hat Ferrari seinen Supersportwagen benannt. Mit dem Enzo erheben die Italiener den Anspruch, als einziger Hersteller Formel-eins-Technik in einem Straßenauto anzubieten. Und deshalb ist der 2013 erscheinende neue Enzo ein Hybridauto mit zusätzlichem Elektroantrieb.

Sprit sparender Ferrari

Was in der Motorsport-Königsklasse KERS heißt und als elektrische Doping-Spritze zum Überholen auf der langen Geraden dient, wird dem Enzo 120 Extra-PS bringen. Zusammen mit dem standesgemäßen Zwölfzylinder kommt das zweisitzige Geschoss dann auf 900 PS. Angeblich soll die Technik auch noch Sprit sparen. Beim Enzo heißt das sinngemäß, dass er statt 100 Liter bei Vollgas nur noch 95 verbraucht.

Drei-Liter-Porsche

Nicht viel anders wird es beim zweiten Hybrid-Sportler sein, der noch 2013 auf die Straße rollen soll. Auch Porsche verbindet beim 918 Elektro- und Verbrennungsmotor und versteigt sich zu der Aussage, der knapp 800 PS starke und knapp 800 000 Euro teure Renner werde nur drei Liter verbrauchen. Nach völlig praxisferner Verbrauchsnorm, versteht sich.

Bei der Zahlentrickserei wird nicht einmal das Wiederaufladen der teuren Batterien mitgerechnet. Der Testlauf zur Normverbrauchsmessung startet mit vollen Batterien und endet mit leeren.

Elektrohybrid

Apropos Batterieauto. Was kommt trotz eines vollen Tanks kaum 100 Kilometer weit und hat keine Heizung? Die Scherzfrage könnte am Ende dieser Zeitung auf der Kinderseite stehen, und der Witz ergibt sich aus der Antwort: Ein Elektroauto im Winter.

Das reine Batteriefahrzeug ist bislang weltweit bei den Verbrauchern durchgefallen, da es zu unpraktisch und sogar bei hoher Subventionierung zu teuer ist. Selbst der Elektrohybrid Opel Ampera bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, obwohl er dank des mitgeführten Benzinmotors kein Reichweiten- und Heizungsproblem hat. So werden die meisten Exemplare des neuen revolutionären Elektroautos i3 von BMW auch als Elektrohybrid auf den Markt kommen, bei denen ein kleiner Verbrennungsmotor Strom (und Wärme) unterwegs erzeugt.

Das eigentlich Revolutionäre des i3 ist seine leichte Karosserie aus Kohlefaser-Werkstoffen. Damit lässt sich das hohe Gewicht der Batterien ausgleichen. Trotz erstmaliger Serienfertigung von Kohlefaserteilen ist die Verarbeitung sehr aufwendig. BMW hat angekündigt, den neuen Kompaktwagen zum Preis eines Fünfers anzubieten. Und die gediegene Limousine der oberen Mittelklasse kostet zurzeit mindestens 40 000 Euro. Auf den Kilometer gerechnet wird auch der i3 für seinen Besitzer teurer sein als ein vergleichbares Fahrzeug mit konventionellem Antrieb.

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