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Vulkanausbruch verletzt zahlreiche Wanderer in Japan

27.09.2014 | 15:38 Uhr
Etwa 250 Bergwanderer sollen sich nach Angaben der Polizei am Gipfel des 3067 Meter hohen Ontakesan aufgehalten haben, als er plötzlich ausbrach.
Etwa 250 Bergwanderer sollen sich nach Angaben der Polizei am Gipfel des 3067 Meter hohen Ontakesan aufgehalten haben, als er plötzlich ausbrach.Foto: Toshihiko Kawaguchi/dpa

Nagano.  Ein plötzlicher Vulkanausbruch in Japan hat am Samstag mindestens 32 Wanderer schwer verletzt. Unter dem grauen Ascheregen hätten sieben Bergsteiger das Bewusstsein verloren, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte und lokalen Behörden.

Auch eine zunächst unbekannte Zahl weiterer Bergsteiger habe Verletzungen erlitten. Etwa 250 Bergwanderer sollen sich nach Angaben der Polizei am Gipfel des 3067 Meter hohen Ontakesan aufgehalten haben, als der zwischen den Zentralprovinzen Nagano und Gifu gelegene Vulkan gegen Mittag (Ortszeit) plötzlich ausbrach. Da in der Nacht weitere Eruptionen zu befürchten seien, würden die Rettungseinsätze am Sonntag fortgesetzt, meldeten lokale Medien. 

"Es gab ein Geräusch wie bei einem Donner, und der Himmel verdunkelte sich durch den Rauch", schilderte der Betreiber einer nahen Berghütte das Geschehen der Nachrichtenagentur Kyodo. Die Gegend sei mit einer 15 Zentimeter hohen Aschedecke überzogen. Laut der Nachrichtenagentur Jiji Press verbrachten einschließlich der Verletzten 44 Menschen die Nacht zum Sonntag in Hütten auf dem Berg. Ministerpräsident Shinzo Abe hat der Agentur Kyodo zufolge das Militär angewiesen, sich an der Rettung zu beteiligen.

Zwar habe es Erschütterungen Mitte des Monats an dem Vulkan gegeben. Dass er jedoch plötzlich ausbrechen würde, sei nicht vorhersehbar gewesen, wurde ein Beamter der nationalen Meteorologischen Behörde in Tokio zitiert. Der Ausbruch erfolgte genau zu einer Zeit, als sich viele Bergwanderer in der Region aufhielten, um die jährliche Herbstlaubfärbung zu beobachten.

Die Meteorologische Behörde warnte die Bewohner im Umkreis von vier Kilometern vor umherfliegenden Gesteinsbrocken. Es könne zu weiteren Eruptionen kommen, hieß es. Die von dem Vulkan herabquellende Rauchwolke war mehr als drei Kilometer lang. Für das Gebiet verhängte die Behörde ein Zutrittsverbot.

Zuvor war es am Ontakesan 1979 zu einem größeren Ausbruch gekommen. Mehr als 200 000 Tonnen Asche hatte der Vulkan damals gespuckt, berichtete Kyodo. Eine weitere kleinere Eruption ereignete sich 1991, gefolgt von mehreren vulkanischen Beben im Jahr 2007.

(dpa)

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