Vor allem sehr junge Frauen werden zwangsverheiratet
09.11.2011 | 14:34 Uhr 2011-11-09T14:34:00+0100
Berlin. Ein Drittel der Opfer von Zwangsverheiratungen war jünger als 17 Jahre alt. Eigentlich ist Zwangsheirat seit diesem Jahr in Deutschland verboten. Dennoch berichten schutz- und Beratungseinrichtungen laut einer Studie von 3443 Fällen.
Die Bundesregierung will Schulen und muslimische Einrichtungen stärker einbeziehen, um junge Frauen und Männer vor einer Zwangsverheiratung zu schützen. Vor allem sehr junge Frauen, die häufig noch zur Schule gingen, seien davon bedroht, gegen ihren Willen und zum Teil auch mit physischer Gewalt in eine Ehe gezwungen zu werden, sagte Familienministerin Kristina Schröder am Mittwoch bei der Vorstellung einer Studie zum Thema.
Rund 830 Schutz- und Beratungseinrichtungen beteiligten sich 2008 an der Studie. Sie berichteten von 3443 Fällen von Zwangsverheiratung. Die große Mehrheit waren Frauen, aber auch einige Männer suchten Rat und Hilfe.
30 Prozent der Mädchen unter 17 Jahren wurden zwangsverheiratet
Rund 60 Prozent der jungen Rat suchenden Frauen waren von einer Zwangsehe mit einem ihnen häufig völlig Fremden bedroht. Die meisten waren jünger als 22 Jahre, 30 Prozent sogar jünger als 17. Älter und bereits verheiratet waren 40 Prozent. In Deutschland ist Zwangsverheiratung verboten. Seit diesem Jahr gibt es einen entsprechenden Straftatbestand .
44 Prozent der Betroffenen und Bedrohten waren türkischer Abstammung. Fast 32 Prozent waren in Deutschland geboren. Die Studie belegte auch, dass junge Frauen, die gegen ihren Willen verheiratet werden sollen, häufig die Schule oder ihre Ausbildung abbrechen müssen. Auch müssen sie damit rechnen, im Ausland, in der Heimat ihres Ehemannes, leben zu müssen.
Keine repräsentative Studie
Familienministerin Schröder, sagte die Studie sei nicht repräsentativ. Sie sei aber die erste bundesweite Untersuchung, die wichtige Anhaltspunkte zu dem Phänomen der Zwangsverheiratung liefere. Wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich betroffen seien, sei wegen der hohen Dunkelziffer nicht festzustellen.
Die über Beratungsstellen und Frauenhäuser ermittelten Zahlen zeigten auch, das sich „nur die Mutigen“ Rat holten. Viele andere seien vermutlich von der Familie so „eingeschüchtert“, dass sie sich keine Hilfe suchten.
Schröder kündigte an, ein Hilfstelefon für Frauen und Männer einzurichten, die von Zwangsverheiratung bedroht oder bereits betroffen sind. Der Anschluss solle rund um die Uhr besetzt werden, Gesprächsangebote in Fremdsprachen machen und Hilfe vor Ort vermitteln. Die Leitung solle Ende 2012 stehen.
Kontakt zur Türkei wegen Zwangsverheiratungen
Zudem will Schröder Lehrer dafür sensibilisieren, damit sie jungen Migranten in einer Krisensituation helfen können. Heute herrsche vielfach die Meinung, Zwangsehe spiele im Schulalltag keine Rolle. „Das muss sich dringend ändern“, sagte Schröder. Die Bundesregierung wolle auch auf die „muslimischen Autoritäten“ in Deutschland einwirken, damit diese Zwangsverheiratungen verweigern und dagegen einschreiten.
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, sagte, an Lösungen müssten auch die Herkunftsländer beteiligt werden. Es gebe dazu Kontakte zur türkischen Regierung.
Die Grünen warfen der Regierung vor, zu wenig gegen Zwangsverheiratung zu tun. Mit einem Krisentelefon mache Schröder es sich zu einfach. Es müsse eine dauerhafte Bund-Länder-Arbeitsgruppe geben, die verbindliche Regeln für länderübergreifende Hilfen vereinbare, forderten die Abgeordneten Memet Kilic und Monika Lazar. (dapd)
00:37
Was ist mit deutschen Männern, die sich aus asiatischen Ländern ihre Zukünftigen Bräute holen... Sind gekaufte Bräute hinnehmbar?
23:54
In Deutschland wird jeder vom Standesbeamten gefragt, ob er die Ehe eingehen möchte oder nicht. Da kann jeder also frei von irgendwelchem Druck ja oder nein sagen. Was in anderen Staaten geschieht, ist zunächst mal deren innere Angelegenheit. Wir können schließlich nicht erwarten, dass sich alle Staaten nach unseren Werteordnungen richten.
19:56
Und, was passiert jetzt mit den 3443 Fällen???
Werden die unter den Teppich gekehrt, weil man diese Leuten für ihre Steinzeitalterlichen Rituale, da sie ja in Deutschland leben, nicht bestrafen will oder darf???
Und inzwischen machen die so weiter wie bisher...
Und, dieses Verhalten findet sich leider nicht oft bei den gebildeten Migranten, sondern nur bei Leuten, die sehr weit aus dem Süd-Osten kommen...
10:46
"Ein Drittel der Opfer von Zwangsverheiratungen war jünger als 17 Jahre alt." — In der Studie werden Beratungsfälle aus dem Jahr 2008 gezählt, bei denen Zwangsverheiratung ein Thema war. Unter 18-Jährige (nicht unter 17-J.) machen an den Beratungsfällen 28,8 % aus, ihr Anteil liegt also näher am Viertel als am Drittel. Die Studie sagt weiter aus, dass bei den unter 18-Jährigen der Anteil jener, bei denen die Heirat schon vollzogen war, 7 % beträgt. Standesamtlich oder in anderer staatlich anerkannter Form vollzogene Zwangsheiraten sind in die Studie vier (4) Fälle unter 18-Jähriger eingegangen. Daraus folgt messerscharf: "Ein Drittel der Opfer von Zwangsverheiratungen war jünger als 17 Jahre alt."
"Eigentlich ist Zwangsheirat seit diesem Jahr in Deutschland verboten." — Zwangsheirat ist eine Form von Nötigung und war daher in Deutschland schon immer verboten. Seit Februar 2005 ist Zwangsverheiratung explizit als Beispiel für eine Nötigung in besonders schwerem Fall im Strafgesetzbuch aufgeführt. Seit 2011 ist Zwangsverheiratung ein eigener Straftatbestand. Bereits die Novelle im Jahr 2005 ist von Juristen als staatliche Überreaktion kritisiert worden, da die meist mit Zwangsheirat verbundenen Tatbestände der Freiheitsberaubung und sexuellen Nötigung im Strafmaß viel schwerer wiegen und Zwangsverheiratungen _ohne_ diese Merkmale in aller Regel gerade keine besonders schweren Nötigungen sind. Daraus folgt messerscharf: "Eigentlich ist Zwangsheirat seit diesem Jahr in Deutschland verboten."
Und was aus der Studie steht nicht im Artikel? Bspw. folgender Absatz auf Seite 16 der Kurzfassung (unter www.bmfsfj.de herunterzuladen):
"Der Erhebung der Befunde liegt wesentlich die Perspektive der befragten Expertinnen und Experten aus der Beratungspraxis zugrunde (Beobachtungsperspektive). Als Beobachterinnen und Beobachter verfügen diese über ein spezifisches Wissen, ihre Sicht unterscheidet sich aber von der Sicht der Betroffenen selbst, die nicht befragt wurden. Dies ist bei der Bewertung der Befunde immer mitzudenken."
Das ist durchaus von Belang, wenn man in Betracht zieht, dass "Expertinnen und Experten aus der Beratungspraxis" — bspw. vom Verein "TERRE DES FEMMES", der an der Studie mitgearbeitet hat — zum Teil auch alle arrangierten Ehen in den Verdacht von Zwangsheiraten rücken.
Klaus Marquardt
08:46
Solange sie derartige unverzichtbare kulturellen Gepflogenheiten UNTER SICH ausleben wollen, sollte man Toleranz üben.
21:09
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20:11
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19:56
Das liegt halt an der Mentaliät dieser Leute...
Und, was soll diesen Leuten denn in Deutschland passieren???
Die Parallelgesellschaften sind in Deutschland abgeschottet...
Und, bei Problemen kann man immer noch den Imam fragen...
Und, wie sagte Frau Böhmer noch:
"Das müssen wir Deutschen aushalten..."
Das ist Realität in Deutschland!!!
18:08
Ach ja.
"Wird auch mal etwas für uns getan?"
Nein, natürlich nicht. Ganz klar, alle kümmern sich nur noch um Griechenland, Migranten etc und wir armen Deutschen sind doch mittlerweile die ärmsten Säue der Welt.
Uns wird nur noch das Geld aus der Tasche gezogen, obwohl wir doch selber nicht mehr wissen, wie wir klarkommen sollen.
Bla, bla, bla.
Ich denke, noch nie in der Geschichte ist auf derart hohem Niveau soviel gejammert worden.
Ach ja, zum Thema:
Wenn hier in unserem Land Menschen zur Heirat gezwungen werden, muss der Staat natürlich dagegen vorgehen. Da muss man doch wohl nicht drüber diskutieren.
17:45
So viel zum Thema Integration. Schröder sollte sich mal lieber um die eigene Bevölkerung kümmern. Das Thema Migranten kann man nicht mehr hören. Wird auch mal etwas für uns getan?