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Vom Tier auf den Menschen übertragbar

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Patient in Großbritannien stirbt an SARS-ähnlicher Krankheit
Immer wieder sorgen gefährliche Viren für Aufsehen. Wie 2009 in Hongkong, schützen sich Menschen in gefährdeten Gebieten mit Atemmasken.Foto: afp

Das Coronavirus ist nach Angaben der Studienautoren um Volker Thiel und Ronald Dijkman eng mit Fledermaus-Viren verwandt. Das lege nahe, dass die Erreger von Tieren auf den Menschen übergegangen sein müssen. "Wir wissen nicht, ob die Fälle, die wir beobachten, die Spitze des Eisbergs sind oder ob viel mehr Menschen infiziert sind, ohne schwere Krankheitssymptome zu zeigen", wird Thiel nun in einer Mitteilung der Fachgesellschaft AMS zitiert.

Das Team vom Institut für Immunbiologie in St. Gallen experimentierte mit Gewebekulturen von menschlichen Zellen aus den Atemwegen. Die Atemwege sind mit sogenannten Epithelzellen ausgekleidet, in denen Zellen und Stoffe des angeborenen Immunsystems sitzen. Diese dienen dazu, Krankheitserreger zu erkennen, zu bekämpfen und eine umfassende Reaktion des Immunsystems in Gang zu setzen.

Studie am Menschen

Für die Studie infizierten die Wissenschaftler Epithelzell-Kulturen von drei verschiedenen Menschen. Die Coronaviren vermehrten sich in diesen Zellen überraschend wirkungsvoll und anfangs schneller als Sars-Viren, hieß es. Sie umgingen die angeborene Immunabwehr ähnlich gut wie verschiedene Erkältungsviren. Die Viren seien damit gut an den Menschen angepasst.

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Um die schwache Immunreaktion zu verbessern, behandelten die Forscher die Gewebezellen mit Interferonen, bevor sie die Zellen mit Viren infizierten. Den Angaben zufolge befielen die Viren daraufhin weniger Zellen. Interferone sind Eiweiße, die das Immunsystem stimulieren und vom Körper selbst hergestellt werden. Patienten mit Viruserkrankungen wie Hepatitis C oder eben Sars werden mit Interferonen behandelt. Die Ergebnisse seien ermutigend, dass damit eine Therapiemöglichkeit bestehe für Patienten mit dem neuen Coronavirus, hieß es. Weitere Studien seien jedoch dringend notwendig.

Erst kürzlich hatte die WHO nach einem neuen Erkrankungsfall zu Wachsamkeit aufgerufen. Der aktuelle Fall sei ein weiteres Indiz, dass eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch möglich sein könnte, erklärte die WHO in Genf. Eine solche direkte Ansteckung sei zwar bislang nicht nachgewiesen worden, jedoch sei Vorsicht geboten. In allen Staaten sollten Gesundheitseinrichtungen Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen und ungewöhnlichen Symptomen auf das neue Coronavirus testen. (dapd/dpa)

Kommentare
20.02.2013
07:43
Patient in Großbritannien stirbt an SARS-ähnlicher Krankheit
von Futabakai | #2

Ein bedauerlicher Einzellfall, wobei man noch nicht einmal weis, ob nicht noch andere Begleiterkrankungen vorhanden waren (wie bei vielen der...
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2013-02-19 16:32
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