Internet-Kriminalität
Virenschutz für alle Verbraucher geplant
08.12.2009 | 22:05 Uhr 2009-12-08T22:05:00+0100
Stuttgart. Zahlreiche Computer sind von Viren befallen. Deshalb plant die Bundesregierung und der Internetwirtschafts-Verband eco eine zentrale Anlaufstelle für Verbraucher mit gekaperten PCs. Daran sollen sich möglichst alle Internetnutzer beteiligen. Sonst drohen gar Sanktionen.
Computernutzer mit virenverseuchten Rechnern erhalten eine zentrale Anlaufstelle für Hilfe. Ein Beratungszentrum solle ab kommenden Jahr Verbrauchern helfen, deren Computer von Kriminellen gekapert und ferngesteuert werden, erklärten der Internetwirtschafts-Verband eco und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Dienstag auf dem vierten Nationalen IT-Gipfel in Stuttgart. An dem Projekt sollen sich die großen Anbieter von Telefon- und Internetanschlüssen beteiligen.
Internetkriminelle schleusen mithilfe von Internetseiten oder E-Mails häufig kleine schädliche Programme auf Computern ein. Damit können sie die Kontrolle über die Rechner übernehmen und diese in sogenannten Botnetze integrieren. Diese Netze nutzen die geballte Rechenkraft der abertausenden gekaperten Computer etwa zum Versand von Spam-E-Mails oder für Angriffe über das Internet auf Unternehmen oder sogar auf Staaten.
Hilfe per Telefon
Die Anbieter der Internetanschlüsse können einen solchen Virenbefall meist feststellen, da der Anschluss das Internet massiv mit einem bestimmten Muster nutzt. Stellen die Firmen fest, dass der Computer eines Nutzers infiziert ist, sollen die Nutzer beim Verbinden mit dem Internet auf eine Website gelenkt werden, die Hilfen zum Beseitigen der Schadprogramme bietet. Sollte dies nicht helfen, erhalten die Kunden einen Zugangscode für ein Callcenter des Beratungszentrums. Dort solle sie von Experten Hilfe per Telefon erhalten.
In dem Beratungszentrum sollen den bisherigen Plänen zufolge etwa 40 Beschäftigte arbeiten. Bislang ist unklar, welche Internetanbieter sich an dem Projekt beteiligen werden, der Großteil der Internetnutzer soll aber erreicht werden. Auch noch unklar ist, wie mit Kunden verfahren wird, die sich der Hilfe verweigern. Geprüft werden für diesen Fall Sanktionen, sagte eine eco-Sprecherin. «Wenn diese Initiative erfolgreich sein will, dann ist sie darauf angewiesen, dass alle Kunden mitmachen», sagte sie. Mögliche Sanktionen seien nicht als Strafe für unwillige Verbraucher gedacht, «sondern als Sicherheitsgarantie für alle anderen Kunden». (afp)

15:42
Mögliche Sanktionen seien nicht als Strafe für unwillige Verbraucher gedacht, «sondern als Sicherheitsgarantie für alle anderen Kunden».....
Heisst eigentlich: Alle müssen gezwungen werden mitzumachen... = Gemeinnutz vor Eigennutz...
Der Staat als Übervater - wer nicht mitmacht, stellt sich ausserhalb der Gemeinschaft und ist damit ein Krimineller.....
Und alle marschieren im Gleichschritt mit - zack - zack - zack..
Alle ? Nur ein kleines Völkchen am unteren Niederrhein nicht - die scheissen drauf,,,
10:14
Staatlich verordneter Support, genau das richtige Synonym. Lobbyarbeit ist dagegen ein Kindergarten.
Mir kann keiner erzählen, das es um Schutz geht. Es sind knallharte geschäftliche Interessen. Wieviele Schutzprogramme gibt es? Welche werden empfohlen? Vorallem, welche Programme dürfen dann genutzt werden? Etwa nur von Microsoft lizenzierte Produkte? Was nicht von Microsoft genehmigt ist, wird vom Internet ausgeschlossen? Wie es geht hat Microsoft eindrucksvoll bewiesen, mit dem „Bann“ der xbox360. Ich spreche jetzt nicht von modifizierten Konsolen, sondern vom Gebrauch von Hardware Drittanbietern.
00:58
Virenschutz für alle Verbraucher geplant.
Deshalb plant die Bundesregierung und der Internetwirtschafts-Verband eco eine zentrale Anlaufstelle für Verbraucher mit gekaperten PCs. Daran sollen sich möglichst alle Internetnutzer beteiligen. Sonst drohen gar Sanktionen.
Besser kann der Staat keine Schnüffelsoftware dem Bürger unterjubeln und so die rechner zu Zombi-Rechner missbrauchen.
21:00
Marcel:
Wollte nie und nimmer Deine Kompetenz in Sachen *ix in Zweifel ziehen.
Es gibt aber genug Redmond-Fans, die meinen ich habe $firewall, mir passiert nix!, so wie es *ix-nutzer gibt, welche sagen: *ix ist sicher, ich bin root, mir kann nix geschehen.
chmod 007 wäre aber schlimmer ;-)
20:49
Lieber den fettesten Virus auf dem Rechner, als ein Zugriff von dieser dämlichen Bundesregierung!
Es läuft doch alles auf BIG BROTHER IS WATCHING YOU hinaus.
ARMES DEUTSCHLAND
20:05
Al:
Ich würde auch nie schreiben das mir wegen meinem Linux nix passieren könnte. Ein chmod 775 passiert mir allerdings auch nicht.
Davon ab das die für mein OS vorhandenen Viren überschaubar sind ist - so hoffe ich - fast immer meine Interaktion erforderlich um mir was einzufangen. Klar hilft das nicht wenn Software X an Stelle Y ne Lücke hat, sicherer als mit Windows bin ich allemal unterwegs. Und so modern auch.
19:36
Marcel:
Widerspruch!
Das sicherste ist sicherlich jedes, wenn man es aus dem Netz heraushält.
Auch für Mac und *ix werden Viren und Trojaner geschrieben.
Diese (*ix) infizieren aber nur DAUs (Ich hab *ix, mir kann nix passieren) und, nein, das schreib ich nicht.
19:25
Piratenpartei - Klarmachen zum Ändern!
19:23
Ich befürchte, meiner (rein virtuellen) Surfmaschine kann auch keine Hotline helfen. Und wieweit staatlich verordneter Support, wie ich es mal vorsichtig nennen möchte, mit diversen anderen Gesetzen vereinbaren lassen, das wird sicherlich recht schnell geprüft werden.
19:20
#24 von Al:
Ich wage zu behaupten, es ist das sicherste OS, das es derzeit gibt.
Tschuldigung, muss ich leider widersprechen. So ist richtig:
Ich wage zu behaupten, es ist das sicherste OS von Microsoft, das es derzeit gibt.