Viele Skiläufer von Schneelawinen verschüttet

Wien..  Unter Schneelawinen sind seit Freitag zwölf Skiläufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ums Leben gekommen. Auf zwei tödliche Unglücke im Schwarzwald folgten am Wochenende ähnliche Vorfälle in den Alpenländern, bei denen zehn Menschen starben.

Bei Seewis im schweizerischen Kanton Graubünden starben am Samstag nach Angaben der Polizei fünf Skiwanderer. Sie gehörten demnach einer neunköpfigen Gruppe aus dem Raum Zürich an, die abseits der Pisten auf einer Tour unterwegs war, als sich eine Lawine löste. Sieben Menschen wurden verschüttet. Drei wurden tot aus den Schneemassen geborgen.

Bei drei weiteren Lawinenabgängen in der Schweiz kamen drei Männer ums Leben. Auch sie waren abseits der offiziellen Pisten unterwegs.

Im Westen Österreichs wurde ein Mann und eine Frau im Vorarlberg von einer Lawine erfasst und getötet. In der Steiermark kam ein 74-Jähriger knapp mit dem Leben davon. Er harrte verschüttet in der Nacht zum Sonntag acht Stunden lang aus.

Freitag waren bei zwei Lawinenabgängen am Feldberg im Schwarzwald ein 20 Jahre alter Mann und eine 58 Jahre alte Frau ums Leben gekommen. Es waren die schwersten Lawinenunglücke im Schwarzwald seit Jahrzehnten. Am Samstag verirrten sich ein 28-Jähriger und seine Freundin (29) am Herzogenhorn bei schlechter Sicht. Sie alarmierten die Bergwacht, die sie nach drei Stunden unverletzt barg.