Viele deutsche Patienten wollen im Ausland zum Arzt
04.03.2009 | 14:56 Uhr 2009-03-04T14:56:00+0100
Stuttgart. Immer mehr Deutsche können sich eine medizinische Behandlung im Ausland vorstellen. Einer aktuellen Umfrage zufolge planen zwei Fünftel der Befragten, künftig einmal außerhalb Deutschlands zum Arzt zu gehen. Viele sind mit dem deutschen Gesundheitssystem unzufrieden.
Die Patienten in Deutschland freunden sich laut einer Umfrage verstärkt mit dem Gedanken an, einen Arzt- oder Krankenhausbesuch im Ausland statt in der Heimat zu absolvieren. Ein Fünftel der Deutschen erklärte laut einer am Mittwoch in Stuttgart veröffentlichten Erhebung im Auftrag des Magazins «Reader's Digest», sich künftig in einem anderen Land medizinisch behandeln lassen zu wollen.
Zwei Fünftel erwarten auch eine bessere Behandlung im Ausland
Niedrigere Behandlungskosten und kürzere Wartezeiten machten den Medizin-Tourismus über die Grenze für viele Deutsche attraktiv. Zwei Fünftel derjenigen, die mit einem Besuch von ausländischen Medizinern liebäugelten, versprachen sich davon sogar eine bessere Qualität der Behandlung. Für die Erhebung hatte das Magazin den Angaben zufolge über 20.000 Menschen in elf europäischen Ländern repräsentativ zu Gesundheitsthemen befragt.
Die Gesundheitspolitik im eigenen Land beurteilten die Deutschen mit großer Skepsis. 90 Prozent der Befragten bewerteten die Gesundheitspolitik der Bundesregierung als Verschlechterung der Patientensituation. Nur zehn Prozent der Befragten meinten, die Gesundheitsmaßnahmen der Regierung brächten etwas für den Patienten. (ap)
14:18
Interessantes Thema - äußerst düftiger Artikel. Liebe derWesten-Redaktion, da kann man doch sicher wesentlich ausführlicher berichten.
13:40
Komisch, vor nicht allzu langer Zeit las ich, dass viele Briten und Niederländer nach Deutschland kommen um sich hier behandeln zu lassen. Wieso der Wandel?