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Belohnungsreisen

Versicherer lud zur Sexsause nach Jamaika

01.10.2012 | 16:11 Uhr
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Versicherer lud zur Sexsause nach Jamaika
Sex-Reisen als Belohnung für erfolgreiche Vertreter soll auch der die Versicherung "Deutscher Herold" gezahlt haben.Foto: dapd

Frankfurt.   Verkaufsanreiz erotische Erlebnisse: Nach Bekanntwerden einer Sexsause der Hamburg-Mannheimer steht nun der Deutsche Herold mit einer Lustreise im Blickpunkt. Der heutige Besitzer Zurich bestätigte die Reise und erklärte: „Wir distanzieren uns ausdrücklich von derartigen Belohnungsmaßnahmen.

Erotische Erlebnisse für die besten Verkäufer sind als Bonbon bei Versicherern kaum die Regel. Aber nach der Ergo, die sich unlängst für eine Budapester Sexsause von Mitarbeitern der Hamburg-Mannheimer aus dem Jahre 2007 rechtfertigen musste, obwohl diese damals noch gar nicht zum Konzern gehörte, steht nun der Deutsche Herold mit einer Lustreise im Blickpunkt.

„Bild“ berichtet von einem allerdings schon 14 Jahre alten Trip des Vertriebspartners Internationaler Finanz-Service in das jamaikanische Hotel „Hedonism II“, dessen Werbung auf der Internetseite eines Veranstalters keine Fragen offen lässt: „Es ist das berüchtigtste Hotel für Singles und Paare ab 18 Jahren, die einen erotischen Urlaub suchen“. Die Zimmerkategorien sind in „prüde“ und „nackt“ unterteilt. „Bild“ garniert die Story mit einem Polonaisen-Foto halbnackter Herren mit Saunatüchern um den Hüften, die den Bauchumfängen zufolge ganz offensichtlich einen größeren Teil ihrer Provisionen in kalorienreiche Mahlzeiten investieren.

Belohnungsreisen im Vertrieb üblich

„Belohnungsreisen sind in allen Branchen üblich, die mit Vertrieb zu tun haben“, sagt ein Moerser Versicherungsmakler, der seit mehr als 30 Jahren im Geschäft ist. Er bestätigt die Aussage des Gesamtverbandes, wonach die Versicherer sich aber schon seit geraumer Zeit strenge Spielregeln auferlegt hätten. „Es ist“, so der 53-Jährige, „kein Wunder, dass die aufgegriffenen Einzelfälle Jahre alt sind.“

Der Deutsche Herold gehörte damals zur Deutschen Bank, heute zum Versicherungskonzern Zurich, der die Reise bestätigte. „Wir distanzieren uns ausdrücklich von derartigen Belohnungsmaßnahmen“, sagte ein Sprecher. Mit dem Vertrieb, der zur Jamaika-Sause lud, arbeite man nicht mehr zusammen. Und die Kameraden, die auf dem Foto so furchtbar lustig sind, genießen vermutlich schon ihre Rente.

Frank Preuß

Kommentare
02.10.2012
19:56
Versicherer lud zur Sexsause nach Jamaika
von mkoerber | #4

Erstens SEX SELLS!
Zweitens auch Menschen sind Tiere und nicht Monogam!
Drittens Prostitution ist legal also käuflicher SEX!
Moralapostel gibts überall.
Solange alles im Rahmen der Legalität bleibt und niemand bleibende Schäden zurückbehält kann jeder Mensch.... machen was er will! Und wenn Unternehmen "wohl verdienten Mitarbeitern" einen SEX Trip offeriert ist das zunächst Sache der Firma.
Wir regen uns über Bagalitäten auf!

02.10.2012
01:16
Versicherer lud zur Sexsause nach Jamaika
von Xavinia | #3

Schon wieder?

Mich schüttelts.

01.10.2012
23:01
Versicherer lud zur Sexsause nach Jamaika
von Hugo60 | #2

Versicherungsvertreter scheinen ja wirklich dicke Eier zu haben.

01.10.2012
20:48
Versicherungen
von lass_mal_laufen | #1

Wenn ich mir den einen oder anderen Herrn Kaiser oder Müller oder (Masch)Meier ansehe, der mit "Finanzdienstleistungen" im Versicherungsgewerbe seinen Lebensunterhalt verdient, dann fällt mir schon seit Jahrzehnten auf, alle samt vom selben Schlag!
Man braucht ja auch nicht viel, um den Leuten Dienstleistungen zu Verkaufen, die sie eigentlich gar nicht brauchen. Aber genau damit verdient man auch heute noch ein schönes Sümmchen, nicht wahr Hr. Rürupp. Und wer Leuten jeden Mist verkaufen kann, der lässt sich auch gerne mal in anrüchige Etablissements "einladen". Von daher bestätigt auch dieser Artikel wieder meine Meinung zur sog. "Finanzindustrie"!
Besser, man geht diesem Völkchen -soweit wie möglich- aus dem Weg.

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