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Prügelattacke

Verdächtiger nach Totschlag auf Alexanderplatz festgenommen

23.10.2012 | 17:12 Uhr
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Verdächtiger nach Totschlag auf Alexanderplatz festgenommen
Gedenken an das Opfer. Die Polizei hat nach der tödlichen Attacke am Alexanderplatz einen Verdächtigen festgenommen. Foto: dapd

Berlin.  Nach der tödlichen Prügelattacke auf einen 20-Jährigen in Berlin hat die Polizei einen ersten mutmaßlichen Täter ermittelt. Nach den übrigen wird noch gefahndet. Nach unbestätigten berichten haben sie sich ins Ausland abgesetzt.

Nach der tödlichen Prügelattacke auf einen 20-Jährigen am Berliner Alexanderplatz hat die Polizei einen ersten Verdächtigen ermittelt. Wie eine Sprecher der Polizei am Dienstag sagte, wurde der 19-Jährige am Nachmittag in Stadtteil Wedding festgenommen.

Der Festgenommene steht in Verdacht, an der Gewalttat in den frühen Morgenstunden des 14. Oktobers beteiligt gewesen zu sein.

Der 20-Jährige war am frühen Sonntagmorgen von Unbekannten angegriffen und mit Tritten gegen den Kopf so schwer verletzt worden, dass er starb. Nach Angaben von Michael von Hagen, Leiter der Abteilung für Kapitaldelikte bei der Staatsanwaltschaft, ergab die Obduktion, dass der junge Mann an Schädelblutungen verstarb. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen wegen Mordes auf.

20-Jähriger kümmerte sich um betrunkenen Freund

Nach Angaben der Berliner Mordkommission war das spätere Opfer mit drei Freunden gegen vier Uhr früh am Alexanderplatz unterwegs gewesen. Die vier Männer hatten ein Lokal im Fernsehturm besucht, mussten dieses aber verlassen, weil einer von ihnen zu stark alkoholisiert war.

Gewalt
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Einer der Freunde wollte ein Taxi organisieren, der 20-Jährige und ein weiterer Mann kümmerten sich um den Betrunkenen. Als sie ihn auf einen Stuhl vor einem geschlossenen Café am Alexanderplatz setzten, zog ein Mann aus der Tätergruppe den Stuhl weg, woraufhin der Betrunkene hinfiel. Der 20-Jährige habe darum gebeten, den Mann sitzen zu lassen. Daraufhin hätten die Angreifer ihn mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf traktiert, bevor sie flohen.

Während der Tat hielten sich nach Einschätzung der Polizei zahlreiche Menschen in der Nähe auf. Die Prügelattacke fand unweit eines Lokals statt, wo die Aftershow-Party des türkischen Musikers Murat Boz abgehalten wurde. "Dort befanden sich bis zu 700 Personen", so eine Polizeisprecherin.  Dass die Täter zu den Partygästen gehört haben könnten, wollte sie nicht bestätigen.

Übrige Täter angeblich auf der Flucht

Die Täter konnten bis jetzt noch nicht gefasst werden. Medienberichten zufolge ist die Polizei jedoch den Tätern, die zunächst unerkannt fliehen konnten, auf der Spur. In der Onlineausgabe der "Berliner Morgenpost" hieß es unter Berufung auf Ermittlerkreise, es habe sich ein wichtiger Zeuge gemeldet, der einen der Täter namentlich kenne. Auch über die Wohnorte weiterer Mitglieder der Tätergruppe lägen der Polizei Angaben vor. Einige der Gesuchten sollen sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge allerdings ins Ausland abgesetzt haben, vermutlich in die Türkei.

Der Fall war der dritte innerhalb weniger Tage in Berlin. Bereits am Wochenende zuvor hatten zwei nächtliche Gewalttaten für Aufsehen gesorgt, eine davon ereignete sich ebenfalls am Alexanderplatz. In beiden Fällen wurden die Opfer durch Schüsse schwer verletzt. Als Konsequenz wurde über mehr Polizeipräsenz und über mehr Videoüberwachung auf Straßen und Plätzen. (afp/dapd)

Kommentare
24.10.2012
07:31
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24.10.2012
06:44
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24.10.2012
02:17
Verdächtiger nach Totschlag auf Alexanderplatz festgenommen
von wolla | #6

Dieses Gesindel hat weder Respekt vor einem Menschenleben, noch vor unserem Rechtssystem. Wann wird unser Staat endlich wach und bestraft diese Tätergruppen mit aller Härte, unabhängig von Herkunft oder Stand? Oder werden diese miesen Mörder auch wieder auf Kosten der Steuerzahlen zur Resozialisierung für 1 Jahr nach Australien geschickt? Falls ja, bitte nur one way!!

23.10.2012
22:39
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Kommt jetzt zur Trauerfeier für den Getöteten auch die Bundeskanzlerin?
von Cebulon | #5-2

Nein liebe Clara Korn. Das liegt an der Tat, die nicht mit den Geschehnissen um die NSU vergleichbar ist. Weder war die Tötung des jungen Mannes von langer Hand geplant, noch handelt es sich nach bisheriger Kenntnis um einen politisch motivierten Serienmord mit rassistischem Hintergrund. Auch haben Polizei und Verfolgungsbehörden bisher weder verheimlicht noch geschlampt oder ignoriert.
Auch die 400 Tötungsdelikte sagen in diesem Zusammenhang nichts aus. Waren es politisch motivierte Taten - Motiv grundsätzlich Deutschenhass? Waren die Delinquenten alle Mitglieder einer Organisation?

Ihr Vergleich hinkt!!!!

23.10.2012
22:17
Verdächtiger nach Totschlag auf Alexanderplatz festgenommen
von RennYuppieRenn | #4

Bedauerlichweise müssen immer erst Menschen sterben, damit dringende Probleme angegangen werden.

23.10.2012
19:02
Verdächtiger nach Totschlag auf Alexanderplatz festgenommen
von Rabatzliese | #3

Mit Videoüberwachung ist das Übel auch nicht an der Wurzel gepackt.

23.10.2012
18:32
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23.10.2012
18:16
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