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Venezuelas Regierung billigt Millionenkredit zur Einfuhr von Toilettenpapier

22.05.2013 | 16:40 Uhr
Venezuelas Regierung billigt Millionenkredit zur Einfuhr von Toilettenpapier
Einkauf in einem Supermarkt in Caracas: Der Mangel an Hygieneartikeln im Land soll durch verstärkte Einfuhr der Waren aus dem Ausland gemindert werden.Foto: Reuters

Caracas.  Nachdem die Regierung Venezuelas 2003 Preiskontrollen einführte, kommt es in dem Land immer wieder zu Engpässen bei Konsumgütern - auch bei Toilettenpapier. Um den Mangel an Toilettenpapier und anderen Hygieneartikel zu beseitigen, wurde ein Millionenkredit durch die Regierung des ölreichen Landes gebilligt.

Ein Klopapier-Engpass zwingt Venezuela zu staatlichem Handeln: Die Nationalversammlung des ölreichen lateinamerikanischen Landes billigte am Dienstag einen Kredit in Höhe von umgerechnet 61 Millionen Euro, um die Einfuhr von Toilettenpapier und anderen Hygieneartikeln zu finanzieren.

Ein Kredit zur Einfuhr von Hygieneartikeln

Von dem Geld sollen 39 Millionen Klopapierrollen, 50 Millionen Damenbinden, zehn Millionen Stück Seife, 17 Millionen Windeln und drei Millionen Tuben Zahnpasta importiert werden. Zu Engpässen bei Konsumgütern kommt es immer wieder, seit die venezolanische Regierung im Jahr 2003 Preiskontrollen eingeführt hat.

José Avila sieht in Hamsterkäufen und Spekulationen die Ursache der Engpässe

Der Abgeordnete José Avila von der regierenden sozialistischen Partei machte Hamsterkäufe und Spekulationen für die Engpässe verantwortlich. Die venezolanische Regierung beschuldigt seit Langem das oppositionelle Mitte-rechts-Lager sowie die USA, die vom verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez gestartete "bolivarische Revolution" zu unterminieren.

Warenengpässe in einem ölreichen Staat

Venezuela ist das Land mit den größten Ölreserven weltweit. Dennoch gibt es dort seit der Einführung der Währungs- und Preiskontrollen 2003 immer wieder Waren-Engpässe und Stromausfälle. Eine hohe Inflation, die im vergangenen Jahr bei 20 Prozent lag, sowie ein Staatsdefizit von 150 Milliarden Dollar (116 Millionen Euro) schwächen die Wirtschaft zusätzlich. (afp)



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