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Venezuela trauert nach Explosion in Ölraffinerie mit 39 Toten

26.08.2012 | 11:37 Uhr
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Caracas.  Bei einer Explosion in der größten Ölraffinerie Venezuelas sind mindestens 39 Menschen getötet worden. Dutzende weitere seien bei dem Unglück am Samstag verletzt worden, teilten die Behörden mit. Bei den Opfern handele es sich überwiegend um Angehörige der Nationalgarde, die für die Sicherheit in der Anlage sorgten. Unter den Toten sei aber auch ein zehnjähriges Kind.

Bei einer Explosion in einer der größten Ölraffinerien der Welt sind in Venezuela mindestens 39 Menschen getötet worden. Mehr als 80 Menschen seien bei dem Unglück in der Stadt Amuay am Samstag verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Präsident Hugo Chávez ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Das Unglück im Bundesstaat Falcón im Nordwesten des Landes wurde nach Angaben des Energieministeriums durch ein Gasleck ausgelöst. Das entweichende Gas sei explodiert und habe zwei Öltanks und weitere Einrichtungen in Brand gesetzt. Die Regierung hatte die Zahl der Todesopfer zunächst mit 26 angegeben. Die Katastrophe ereignete sich demnach in der Nacht zum Samstag.

Auch ein Kind unter der Toten

Unter den Toten seien 18 Mitglieder der Nationalgarde, die den Komplex bewacht hätten, sagte Vizepräsident Elías Jaua. Zudem seien 15 Zivilisten und sechs weitere Menschen gestorben, die noch nicht identifiziert seien. Von den 82 Verletzten wurden laut Jaua 15 weiter im Krankenhaus behandelt. Unter den Toten sei auch ein zehnjähriges Kind, sagte Stella Lugo, Gouverneurin von Falcón.

Offiziellen Angaben zufolge wurden in der Nähe der Raffinerie mehr als 200 Häuser und elf Geschäfte beschädigt. Die Häuser von 13 Familien seien vollständig zerstört worden. Viele Beschäftigte der Raffinerie wurden demnach in nahegelegene Wohnanlagen untergebracht.

Mangelnde Wartung

Chávez kündigte eine "gründliche Untersuchung" des Unglücks an. Die Tragödie treffe die gesamte "venezolanische Familie", sagte er in einer Telefonkonferenz mit seinen Kabinettsmitgliedern. Die Raffinerie solle ihren Betrieb in zwei Tagen wieder aufnehmen, sagte Minister Ramírez, der auch dem Betreiber der Anlage, dem staatlichen Ölunternehmen PDVSA, vorsteht.

In der Vergangenheit hatten venezolanische Medien wiederholt über schlechte Sicherheitsstandards und mangelnde Wartung in den Raffinerien des Landes berichtet. Venezuela ist der fünftgrößte Ölexporteur der Welt. Die Raffinerie von Amuay ist die größte des Landes. Normalerweise werden dort bis zu 645.000 Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet. (afp/rtr)

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