Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Nasa

US-Raumfähre "Endeavour" dreht letzte Runden über Kalifornien

21.09.2012 | 20:49 Uhr
Funktionen
Raumfähre hinter Golden Gate-Brücke: Die US-Raumfähre Endeavour ist auf Abschiedstournee.Foto: afp

Los Angeles.   Fast ein Jahr war sie insgesamt im All, jetzt steht die 'Rente' bevor: Als letzte der US-Raumfähren hat am Freitag das Space Shuttle "Endeavour" sein letztes Reiseziel angesteuert. Die Raumfähre war 1991 in Dienst gestellt worden. Der Huckepack-Flug auf einem Jumbo hat für die US-Fähren Tradition.

Mit der Abschiedstour der "Endeavour" ist das Zeitalter der Space Shuttles endgültig vorbei: Als letzte ausgemusterte US-Raumfähre flog die "Endeavour" auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 ins Museum, am Freitag drehte das Gespann seine Abschlussrunden über Kalifornien. Im Tiefflug kreiste das Space Shuttle über San Francisco, später sollte es in Los Angeles landen. Ab Ende Oktober soll die Raumfähre dann im California Space Center ausgestellt werden.

Die "Endeavour" war am Mittwoch vom Kennedy Space Center in Florida gestartet. Ursprünglich hatte das Space Shuttle bereits am Montag abheben sollen, wegen schlechten Wetters war der Start aber zwei Mal verschoben worden. Nach Zwischenstopps im texanischen Houston und in einem NASA-Forschungszentrum in Südkalifornien brach die "Endeavour" am Freitag zur letzten Etappe ihrer Abschiedstour auf.

Die "Endeavour" war das jüngste Raumschiff der Space-Shuttle-Flotte der USA: Im April 1991 rollte es aus dem Montagewerk im kalifornischen Palmdale. Seit dem Jungfernflug im Mai 1992 war das Shuttle insgesamt 299 Tage im All und legte bei seinen 25 Missionen mehr als 185 Millionen Kilometer zurück. Ende Mai vergangenen Jahres beendete die Raumfähre ihre letzte Mission zur Internationalen Raumstation ISS.

Nasa wurde das Shuttle-Programm zu teuer

Mitte April war bereits die "Discovery" per Huckepack-Flug von Florida in ein Luft- und Raumfahrtmuseum in der Nähe der Hauptstadt Washington verlegt worden. Die dritte ausgemusterte Raumfähre "Atlantis" findet als Museumsstück im Besucherzentrum des Kennedy Space Center in Florida eine letzte Heimat. Der nie ins All geflogene Shuttle-Prototyp "Enterprise" wurde nach New York gebracht und wird dort auf einem ausrangierten Flugzeugträger ausgestellt.

Video
Cape Canaveral, 20.09.12: Nach gut 20 Jahren im Dienst der NASA hat die "Endeavour" am Mittwoch als letztes Space Shuttle ihren Abschiedsflug absolviert – huckepack auf einer umgebauten Boeing 747 nach Los Angeles. Dort wird sie zum Museumsstück.

Begonnen hatte das Shuttle-Programm mit dem Jungfernflug der "Columbia" am 12. April 1981. Einen schweren Rückschlag erlitt es im Januar 1986, als die "Challenger" kurz nach dem Start explodierte und alle sieben Astronauten an Bord ums Leben kamen. Eine weitere Tragödie ereignete sich im Februar 2003: Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre explodierte die "Columbia", alle sieben Besatzungsmitglieder starben.

Die US-Weltraumbehörde NASA hatte das Shuttle-Programm im vergangenen Jahr nach drei Jahrzehnten aus Kostengründen eingestellt. In den kommenden Jahren werden die USA keine eigene Möglichkeit mehr haben, Menschen ins All zu befördern. US-Astronauten müssen vorerst mit russischen Sojus-Kapseln zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Die neue US-Kapsel soll frühestens 2015 einsatzbereit sein. (afp)

Ende des Space-Shuttle

 

Kommentare
23.09.2012
22:55
US-Raumfähre
von OmenEstNomen | #4

Lebe lang und in Frieden

oder so ähnlich.

22.09.2012
22:09
US-Raumfähre
von feierabend | #3

NASA come to us!

22.09.2012
18:17
US-Raumfähre
von holmark | #2

Statt zu blockieren hätte man auch "Danke für den Hinweis" schreiben können...

22.09.2012
15:25
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Vater überlebt mit Kindern elf Tage im australischen Outback
Autopanne
Autopanne mit Folgen. Ein Vater und seine Kinder saßen tagelang im australischen Outback fest. Eine Reifenspur rettete ihnen wohl das Leben.
Weihnachtsgrüße können WhatsApp-Sperre zur Folge haben
WhatsApp
Weihnachtsgrüße per WhatsApp verschicken? Eigentlich kein Problem. Doch das Unternehmen droht, User die zu oft den gleichen Text senden, zu sperren.
Spaniens Weihnachtslotterie schüttet Milliardengewinn aus
Glückspiel
Das Glück in Zeiten der Krise: Der spanische "El Gordo" ist die größte Lotterie der Welt. Es dauert Stunden, bis alle 160 Gewinner gezogen sind.
Autofahrer rast unter "Allahu Akbar"-Rufen in Menschenmenge
Tragödie
Unter "Allahu Akbar"-Rufen ist ein Mann mit seinem Auto im französischen Dijon in eine Menschenmenge gefahren. Er war offenbar psychisch gestört.
Youtube-Star Unge schließt Kanäle nach Streit mit Mediakraft
Youtube
Mehr als 30 Millionen Klicks erzielte Simon Unge mit zwei Youtube-Kanälen. Nach einem Streit mit dem Netzwerk Mediakraft, hat er diese geschlossen.