US-Kette Urban Outfitters hat Ärger wegen Stoff im KZ-Design

KZ-Häftlinge bei der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Januar 1945: Nun hat eine US-Boutiquenkette Ärger, weil ein Dekostoff Assoziationen zu KZ-Kleidung hervorruft.
KZ-Häftlinge bei der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz im Januar 1945: Nun hat eine US-Boutiquenkette Ärger, weil ein Dekostoff Assoziationen zu KZ-Kleidung hervorruft.
Foto: Archiv/Imago
Was wir bereits wissen
Eine US-Bürgerrechtsorganisation läuft Sturm gegen die US-Boutiquenkette Urban Outfitters. Es geht um einen Dekostoff, der wie KZ-Kleidung aussieht.

New York.. Die amerikanische Boutiquenkette Urban Outfitters hat schon wieder mit einem Artikel Erinnerungen an die Nazi-Zeit hervorgerufen. Das Unternehmen habe in seinen Läden Dekorationsstoff verkauft, der wie die Kleidung eines KZ-Häftlings aussehe, behauptet die sogenannte Anti-Defamation League (auf Deutsch: Antidiffamierungsliga).

Nach Angaben der New Yorker Bürgerrechtsorganisation zeigt das Muster helle und dunkelgraue Streifen und ein rosa Dreieck, wie es homosexuelle Gefangene als Kennzeichnung in Konzentrationslagern tragen mussten. Das Muster sei eine "beklemmende Erinnerung" an die Konzentrationslager, hieß es von dem Verband. "Ob gewollt oder nicht, dieses Muster mit dem rosa Winkel ist höchst beleidigend und sollte nicht einfach ein Teil der Populärkultur werden."

Das Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Es hatte vor drei Jahren schon mit einem gelben Hemd Aufsehen erregt, auf dessen Brust ein Stern genäht war. Damals hatte Urban Outfitters beteuert, dass das Modell nie für den Verkauf bestimmt war. (dpa)