Unwetter im Osten Australiens: Hunderte Haushalte evakuiert

Die Überschwemmungen in Dungog, im Australischen Bundestaat New South Wales sind verheerend - weitere Sturmfluten sind zu erwarten.
Die Überschwemmungen in Dungog, im Australischen Bundestaat New South Wales sind verheerend - weitere Sturmfluten sind zu erwarten.
Foto: dpa
Heftige Unwetter wüten im Osten Australiens. Behörden rufen zu weitläufigen Evakuierungen auf, mehrere Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

Sydney.. Dutzende zerstörte Gebäude, mehrere Tote, 200.000 Haushalte ohne Strom: New South Wales erlebt die schwersten Unwetter seit Jahren.

Die australischen Behörden haben wegen heftiger Unwetter im Osten des Landes zu Evakuierungen aufgerufen. Die Bewohner von mehr als 200 Haushalten im Bundesstaat New South Wales wurden am Mittwoch aufgefordert, ihre Häuser umgehend zu verlassen. "Wir können nach den Ereignissen der vergangenen drei Tage kein Risiko eingehen, dass noch jemand verletzt wird oder in Gefahr gerät", sagte Steve Pearce vom Katastrophennotdienst von New South Wales (SES) dem Sender ABC News.

Katastrophenschutz musste mehr als 100 Menschen retten

Bislang kamen Medienberichten zufolge mehrere Menschen in New South Wales ums Leben. Polizeitaucher entdeckten am Mittwochabend (Ortszeit) einen Toten, zwei Menschen starben bei einem Autounfall, meldete ABC News.

Am Dienstag waren die Leichen von drei Menschen in der überschwemmten Stadt Dungog entdeckt worden. Nach Angaben des Katastrophenschutzes mussten die Helfer mehr als hundert Menschen vor dem Hochwasser retten.

Unwetterwarnungen bleiben in Kraft

Die Lage sei weiterhin ernst, sagte der Regierungschef von New South Wales, Mike Baird: "Wir werden in den kommenden 48 Stunden noch einiges durchmachen." Demnach werden weiter heftige Regenfälle, starke Winde sowie Überschwemmungen erwartet, auch wenn nach Angaben der Meteorologen die schlimmsten Unwetter überstanden seien. Für die Region südlich von Sydney bleiben die Unwetterwarnungen jedoch in Kraft.

Die Region zwischen Sydney und der Stadt Newcastle wird seit Montag von schweren Regenfällen heimgesucht. Windböen von bis zu 135 Kilometern in der Stunde rissen nach Angaben des Katastrophenschutzes Tausende Bäume um. Mindestens 200.000 Haushalte waren ohne Strom. (dpa)