Unterm Eis: Wenn plötzlich der Bruder stirbt

melodram Verschneite Gipfel, steile Felswände: Das kennzeichnet das Fjordland Norwegen. Der Film „Unterm Eis“ von Jörg Grünler nach einem Drehbuch von Silke Zertz nutzt die Kulisse mit Naturburschen-Romantik geschickt für ein Familien-Drama. Ausgerechnet vor einer Taufe in ihrer Familie gehen die beiden sehr unterschiedlichen Brüder Isak (David Rott) und Jonas (Lucas Prisor) auf Ski-Tour. Sie endet fatal. Nur Isak überlebt.

Familien-Konflikte brechen auf. Jonas’ Witwe (Julia Hartmann) weist Isak die Schuld an dem Unfall zu. Der junge Mann fühlt sich ungeliebt, weil er Dorf und Familie für ein eigenständiges Leben verließ. Er weiß nicht, wo er hingehört. Er ist hin- und hergerissen zwischen Stella (Frederike Linke) und Oda (Annika Blendl). Der angeschlagene Isak glaubt, nur dann Frieden mit sich und seiner Familie schließen zu können, wenn er seinen toten Bruder findet.

Ferner spielt ein Familien-Geheimnis eine Rolle, das sich jedoch am Ende als läppisch erweist. Ein hübscher Einfall jedoch ist, Henry Hübchen den muffeligen Vater spielen zu lassen, der nicht sehen will, dass er blind wird.

ARD, 20.15 Uhr