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Überschwemmungen in Nord-England

20.11.2009 | 18:06 Uhr
Bei Überschwemmungen in Nord-England sind am Freitag mindestens ein Mensch gestorben. 200 Menschen mussten per Hubschrauber gerettet werden.
Bei Überschwemmungen in Nord-England sind am Freitag mindestens ein Mensch gestorben. 200 Menschen mussten per Hubschrauber gerettet werden.

Wassermassen suchten eine Region in Nord-England heim. 200 Menschen mussten per Hubschrauber gerettet werden.

Bei durch heftigen Regen verursachten Überschwemmungen ist im Nordwesten Englands mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, wurde am Freitag eine Leiche gefunden, bei der es sich vermutlich um einen vermissten Polizisten handelte. In der besonders betroffenen Stadt Cockermouth musste die Luftwaffe den Einwohnern zur Hilfe kommen und etwa 200 von ihnen per Hubschrauber in Sicherheit bringen.

Wassermassen zerstörten vier Brücken

Das Todesopfer wurde vermutlich von den Fluten weggerissen, als eine Brücke über den starkes Hochwasser führenden Fluss Derwent einstürzte. Die an der Küste nahe der Stadt Workington gefundene Leiche war Polizeiangaben zufolge noch nicht zweifelsfrei identifiziert. Der stellvertretende Polizeichef der Grafschaft Cumbria, Jerry Graham, sagte dennoch, er sei mit seinen Gedanken bei der Familie des 45-jährigen Polizisten.

In der Region waren die wichtigsten Straßen gesperrt, wegen der Regenfälle und der durch sie ausgelösten Fluten blieben mehr als 20 Schulen geschlossen. Vier Brücken wurden durch die Wassermassen zerstört. Dutzende Menschen brachten sich in Notunterkünften in Sicherheit. Umweltminister Hilary Benn reiste nach Cockermouth und bezeichnete die Lage als «sehr ernst». Premierminister Gordon Brown sagte der Region jede nötige Hilfe zu. Der Parlamentsabgeordnete für den Wahlkreis von Workington, Tony Cunningham, sagte dem TV-Sender Sky News, die Fluten hätten «biblische» Dimensionen. So etwas komme nur «einmal alle 1000 Jahre» vor.

Unwetter auch in Teilen von Schottland und Wales

"Ich lebe hier seit 15 Jahren, aber so etwas habe ich noch nie erlebt», sagte John Carlin, der in Cockermouth ein Hotel betreibt. «Das Zentrum der Stadt ist komplett überflutet.» Die Wassermassen verwandelten die Straßen der Stadt in wahre Kanäle, auf denen Rettungsboote im Einsatz waren. In etwa 1200 Häusern der Stadt war in der Nacht der Strom ausgefallen, bis zum Mittag konnte die Stromversorgung in etwas mehr als der Hälfte der Haushalte wieder hergestellt werden.

Von Überschwemmungen waren auch der Westen Schottlands und der Nordwesten von Wales betroffen. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden, es kam zu Behinderungen im Eisenbahnverkehr. In Irland wurden nach tagelangen starken Regenfällen im Süden und Westen des Landes Soldaten zur Unterstützung der Rettungskräfte eingesetzt. (afp)

DerWesten

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