„Two And A Half Men“: letzte Episode der Kult-Serie bei Pro7

Charlie ist am Leben und möchte Rache. Müssen Alan (Jon Cryer, M.), Walden (Ashton Kutcher, r.) und Berta (Conchata Ferrell, l.) nun um ihr Leben fürchten?
Charlie ist am Leben und möchte Rache. Müssen Alan (Jon Cryer, M.), Walden (Ashton Kutcher, r.) und Berta (Conchata Ferrell, l.) nun um ihr Leben fürchten?
Foto: SAT:1
Was wir bereits wissen
Pro7 zeigt am Dienstag die letzte Episode von „Two And A Half Men“, einer der erfolgreichsten Sitcoms aller Zeiten. Das Ende ist ziemlich abgedreht.

Essen.. Sie haben vielleicht nicht aufgehört, als es am schönsten war, aber lange bevor es peinlich wurde. Nach zwölf Jahren und 262 Folgen war im Februar dieses Jahres Schluss mit den „Two And A Half Men“ im amerikanischen Fernsehen. Heute zeigt ProSieben die letzte Episode einer der erfolgreichsten Sitcoms aller Zeiten. Und die ist ziemlich abgedreht – selbst für diese Serie.

Charlie Harper kommt gut an

2003, in Deutschland fünf Jahre später, taucht Charlie Sheen als Charlie Harper erstmals auf dem Bildschirm auf. Fast immer trägt er Bowlinghemd und Shorts zu Socken in Halbschuhen, kommt dennoch so gut an bei Frauen, dass man ihn ungestraft Playboy nennen darf. Er lebt in einem Haus am Strand von Malibu und verdient viel Geld mit dem Komponieren von Werbejingles. Ein Chauvi und Lebemann mit Bindungsangst, immer locker, stets einen Spruch auf den Lippen und immer die Haare schön. Verantwortungslos und deshalb sorgenfrei. Bis sein Bruder Alan (Jon Cryer) bei ihm einzieht, der sich gerade von seiner Frau getrennt hat. Er ist nicht nur das genaue Gegenteil von Charlie, er hat auch noch einen zur Übergewichtigkeit und Unterbelichtung neigenden pubertierenden Sohn namens Jake (Angus T. Jones).

Sitcom Es ist eine Konstellation, die in den USA und knapp 40 anderen Ländern der Welt viele Jahre mehr Menschen vor den Fernseher lockt, als jede andere Comedy. Es gibt viele Preise und noch mehr Nominierungen. Weil die Dialoge brillant, die Drehbücher überraschend und selbst die Nebenrollen wunderbar besetzt sind. Vor allem aber, wegen Charlie Sheen, der den Charlie Harper nicht spielt, der ihn lebt. Und der vielleicht auch deshalb irgendwann nicht mehr unterscheiden zwischen Fiktion und Realität.

Sheen schlägt immer öfter über die Sträne

Berauscht von den zwei Millionen Dollar, die er schließlich pro Folge kassiert, schlägt Sheen immer öfter über die Stränge. Er frönt Drogen und Alkohol, taucht nicht bei Dreharbeiten auf und pöbelt gegen die Produzenten – immer im Glauben, er sei unersetzlich. Das ist er eigentlich auch, dennoch wirft Chuck Lorre, Erfinder der „Two And A Half Men“ ihn schließlich raus und lässt die Serienfigur sterben.

Für Sheen zieht Ashton Kutcher in das Serienhaus an der Colony Road an und spielt dort den Internetmilliardär Walden Schmidt. Zu seinem Einstand schalten in den USA fast 29 Millionen Menschen ein, in Deutschland sind es knapp fünf Millionen.

Und auch in den folgenden Jahren sind die Einschaltquoten nicht schlecht, gehen aber zurück. Kutcher macht nichts falsch, er hat nur das Pech, dass er Sheen beerben muss. Und der ist in dieser Rolle schwer zu toppen.

Der Geist von Charlie Harper

So schwebt der Geist von Charlie Harper auch deutlich spürbar durch das heutige Finale. Und lange hielt sich im Vorfeld das Gerücht, Sheen kehre noch einmal in die Serie zurück. Tut er nicht, soviel darf man verraten, dennoch gibt es ein Wiedersehen mit seiner Figur. Und dazu einen Gastauftritt von Arnold Schwarzenegger, jede Menge Selbstironie aller Beteiligten und fliegende Klaviere. Für alle Fans der Zweieinhalb Männer ein Genuss.

Fazit: Das würdige Finale einer großartigen Serie. Und ein Abschied zum richtigen Zeitpunkt.

Pro 7, 20.15 Uhr