TV-Reporterin porträtiert Türkei als gespaltenes Land

Nadja Kriewald hat Interviews mit Künstlern und Wissenschaftlern in der Türkei geführt. Sie zeigen die unterschiedlichen Stimmungen in der Türkei.
Nadja Kriewald hat Interviews mit Künstlern und Wissenschaftlern in der Türkei geführt. Sie zeigen die unterschiedlichen Stimmungen in der Türkei.
Foto: N-TV
Was wir bereits wissen
Am 7. Juni wählt das Land einen neuen Präsidenten. Wie ist die Stimmung im Land? TV-Reporterin Kriewald sprach mit Erdogan-Fans und Wütenden.

Essen.. Kurz bevor die Türkei am 7. Juni ein neues Parlament wählt, hat n-tv-Reporterin Nadja Kriewald die aufstrebende Wirtschaftsmacht zwischen Bosporus und Kaukasus besucht. Sie fand „ein gespaltenes Land“ vor, wie der Untertitel der knapp 23-minütigen Dokumentation im Rahmen der Reihe „Auslandsreport Spezial“ ankündigt.

Kriewald wirft anhand von Interviews mit Künstlern und Wissenschaftlern, Managern und Alltagsmenschen Schlaglichter auf die widersprüchlichen Stimmungen in einem Land, das von dem Gegensatz zwischen wirtschaftlichem Erfolg und zunehmender Staatswillkür geprägt wird.

Die Proteste im Gezi-Park eskalierten zum Blutbad

Kriewalds Beobachtungen gehen aus von den letztlich blutigen Protesten in Istanbuls Gezi-Park, die mit Widerstand gegen lokale Missstände anfingen und als Wut gegen das System Erdogan endeten.

Die Reporterin belässt es aber nicht dabei. Vielmehr bereiste sie das ganze Land. Ihre Eindrücke setzte sie in einem handwerklich soliden Film zu einem vielfarbigen Mosaik zusammen. Dass der Beitrag sehr kompakt ist, steht eher auf der Haben- als auf der Soll-Seite.

Freitag, n-tv, 15.10 Uhr