Türkische Medien kritisieren "rassistische" Karnevalssendung
09.02.2012 | 16:51 Uhr 2012-02-09T16:51:03+0100
Istanbul/Frankfurt. In einer Büttenrede in der ARD ging es um einen Fernsehsender mit Namen "Döner TV" und die "Türkin Ayse". Türkische Medien kritisieren, die Rede sei eine Aneinanderreihung negativer Assoziationen zu Türken. Der HR, der die Sendung ausgestrahlt hat, beruft sich auf die Narrenfreiheit.
Türkische Medien und der Ausländerbeirat in Hessen haben eine Karnevalssendung im ARD-Fernsehen als rassistisch kritisiert. In der Sendung seien herabwürdigende Witze über Türken gemacht worden, berichtete die Europa-Ausgabe der Zeitung "Hürriyet" am Donnerstag.
Der für die Sendung verantwortliche Hessische Rundfunk (HR) versicherte, er habe keine türkischen Mitbürger verunglimpfen wollen.
Vorwurf: "Rassismus zur besten Sendezeit"
"Hürriyet" verwies wie die Europa-Ausgabe der Zeitung "Sabah" darauf, dass der Landesausländerbeirat eine Entschuldigung des HR verlangt habe. In der am 2. Februar in der ARD ausgestrahlten HR-Sendung "Frankfurt Helau" ging es laut "Hürriyet" und Ausländerbeirat in einer Büttenrede um eine Kopftuch tragende "Türkin Ayse" und um einen imaginären Fernsehsender namens "Döner TV". Der Beitrag sei eine einzige Aneinanderreihung negativer Assoziationen zu Türken gewesen, kritisierte der Landesausländerbeirat. Es habe sich um "Rassismus zur besten Sendezeit" gehandelt.
"Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Hier ist uns aber das Lachen im Halse stecken geblieben", erklärte Corrado Di Benedetto, der Vorsitzende des Landesausländerbeirats. "Die karnevalistische Freiheit ist ein hohes Gut. Und: Satire darf alles, nur nicht herabsetzend sein. Hier wurden aber alle Regeln des Anstandes verletzt."
Wie weit geht die Narrenfreiheit?
Ein HR-Sprecher verwies darauf, dass die Büttenrede "Döner TV" Teil einer Fastnachtsendung gewesen sei, in der auch Klischees bemüht würden. Auch das gehöre "zur sprichwörtlichen Narrenfreiheit". Selbstverständlich könne man im Einzelfall immer geteilter Meinung sein, ob ein Witz gelungen sei oder nicht. Er hob zugleich hervor, als öffentlich-rechtlicher Sender sehe es der HR als seine Aufgabe an, gesellschaftliche Integration und ein gutes Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen in Hessen zu fördern. (afp)
18:47
Da werden in Büttenreden Politiker querbeet durch den Kakao gezogen die als Gäste unter den Karnevalisten sind und keiner regt sich darüber auf. Auch die Ostfriesen haben das Rheinland noch nicht überfallen obwohl sie schon zu mancher närrischen
Zote herhalten mußten. Also was soll die ganze Aufregung , es gibt bestimmt andere Mißstände negativer Natur die erst einmal beseitigt werden müssen um Integration zu erleichtern. Man sollte und darf das Wort Rassismus nur dort benutzen wo es auch rechtlich gesehen angebracht ist .
18:46
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18:44
Hoffentlich bekommt Kaya Yanar für seine köstlichen Auftritte zukünftig kein Sende- und Redeverbot vom Landesausländerbeirat............
18:42
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18:30
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17:59
Wer angebl.negative Klischees bemängelt,sollte daran arbeiten solche erst nicht entstehen zu lassen.
17:53
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17:31
So fing es schon mal an, auch im Karneval !
http://quotenqueen.files.wordpress.com/2011/04/karneval-kc3b6ln-1934.jpg?w=607&h=306
Selten hat ein Vergleich dermaßen daneben gelegen, Glückwunsch!
17:21
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17:20
Wenn es wegen der Schere im Kopf schon keine Pressefreiheit mehr gibt, dann doch wenigstens Narrenfreiheit.
In diesem Sinne: ein dreifach Donnerndes Helau ...
... und dem Ausländerbeirat zum Ausmarsch den Narrhallamarsch.