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Hurrikan

Tropensturm "Isaac" steuert auf New Orleans zu

28.08.2012 | 08:21 Uhr

New Orleans.  Die Stadt war vor sieben Jahren von Hurrikan "Katrina" verwüstet worden. Während "Katrina" als Hurrikan der Stufe 5 galt, ist "Isaac" ein Sturm der Stufe 1 - also weniger gefährlich. Dennoch verhängte der US-Präsident den Ausnahmezustand über den Bundesstaat Louisiana.

Das Zentrum des Tropensturms "Isaac" steuert direkt auf New Orleans zu. Dort dürfte er am Dienstagabend (Ortszeit) - fast genau sieben Jahren, nachdem Hurrikan "Katrina" die Stadt verwüstet hatte - auf Land treffen. Meteorologen erwarten, dass "Isaac" als Hurrikan der Stufe 1 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 153 Kilometern pro Stunde Land erreichen wird. Das ist weit schwächer als "Katrina", der als Hurrikan der Kategorie 5 Höchstwerte von mehr als 252 Kilometern pro Stunde erreicht hatte.

Dennoch waren die Bewohner der Stadt in Sorge und US-Präsident Barack Obama verhängte den Ausnahmezustand über den Staat Louisiana, in dem New Orleans liegt. Das Nationale Hurrikanzentrum in Miami gab eine Warnung für weite Teile der nördlichen Golfküste heraus. Auch in den Staaten Mississippi, Alabama und Florida wurde deshalb der Notstand ausgerufen. Viele Menschen verbarrikadierten ihre Häuser und stockten Vorräte auf. Das Auswärtige Amt in Berlin sprach eine Reisewarnung aus.

"Isaac" war am Wochenende über Haiti und die Dominikanische Republik hinweg gefegt. Dabei kamen laut jüngsten Angaben 24 Menschen ums Leben.

Katastrophenschutz vertraut auf Dämme

Vertreter der US-Katastrophenschutzbehörde Fema versicherten, dass die verbesserten Dämme in New Orleans Stürmen widerstehen könnten, die weit stärker seien als "Isaac". Bei Hurrikan "Katrina" hatten die Dämme nicht standgehalten, bei Überschwemmungen waren daraufhin 1.800 Menschen ums Leben gekommen.

Fema-Leiter Craig Fugate erklärte, die Menschen sollten sich nicht zu sehr auf New Orleans konzentrieren. Die schwersten Folgen könnte der Sturm in Alabama uns Mississippi haben, sagte er.

In Louisiana rief Gouverneur Bobby Jindal den Notstand aus und erklärte, er werde wegen des Sturms möglicherweise nicht auf dem Parteitag der US-Republikaner in dieser Woche sprechen. Dessen Beginn hatte sich wegen des Sturms um einen Tag verzögert. Tampa in Florida, wo die Convention stattfindet, befindet sich nicht mehr in der Bahn von "Isaac". Aber auch dort könnte es zu stürmischem Wind und starkem Regen kommen.

Auch die Gegner des Parteitags wichen dem herannahenden Sturm offenbar aus. Statt der 5000 angekündigten Demonstranten versammelten sich rund 200 am Montag zu Protesten in Tampa. (dapd)



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