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Tragischer Unfall löscht Familie aus

20.06.2007 | 08:58 Uhr

Bad Nenndorf. (afp) Beim Zusammenstoß ihres Autos mit einer S-Bahn sind im niedersächsischen Hohnhorst ein Ehepaar und seine zwei Söhne ums Leben gekommen. Einzig die zweijährige Tochter überlebte den Unfall am Dienstagabend leicht verletzt, wie die Poli

Trotz roten Warnsignals habe die 33-jährige Mutter an dem unbeschrankten Bahnübergang nicht abgebremst. Beim Überqueren der Gleise sei das Familienauto von der etwa 80 Stundenkilometer schnellen S-Bahn erfasst worden, sagte ein Polizeisprecher. Den Angaben zufolge überschlug sich der Wagen, drehte sich um die eigene Achse und blieb etwa zehn Meter von dem Bahnübergang entfernt auf dem Dach liegen.

Kindersitz rettet Tochter Die Fahrerin, ihr 36-jähriger Ehemann sowie der vierjährige Sohn waren in dem Wrack eingeklemmt und konnten von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. Der zwölfjährige Sohn sei zunächst noch ansprechbar gewesen, berichtete die Polizei. Er sei aber noch am Unfallort seinen Verletzungen erlegen. Die Tochter kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. "Vermutlich hat ihr Kindersitz ihr letztlich das Leben gerettet", sagte eine Polizeisprecherin.

Die Familie aus dem niedersächsischen Wunstorf war auf dem Heimweg von einer Familienfeier gewesen. Warum die Frau versuchte, bei Rot den Bahnübergang zu überqueren, war zunächst unklar. Das Warnlicht funktioniert laut Polizei einwandfrei, wie eine technische Überprüfung ergab. Es wurde zudem von dem Lokführer und auf der anderen Seite der Gleise wartenden Autofahrern bestätigt. Möglicherweise sei die Fahrerin abgelenkt worden, sagte ein Polizeisprecher. Routinemäßig sei ihr eine Blutprobe entnommen worden, um zu überprüfen, ob sie Alkohol getrunken hatte. Nach dem Zusammenprall hatte der 28-jährige Zugführer sofort eine Notbremsung eingeleitet, die S-Bahn kam etwa 200 Meter weiter zum Stillstand. Wie stark sie beschädigt ist, war zunächst noch unklar.

Kein Unfallschwerpunkt Zugführer und Fahrgäste blieben den Angaben zufolge unverletzt. Als Unfallschwerpunkt sei der Bahnübergang bislang nicht aufgefallen, sagte ein Polizeisprecher. Im Gegenteil habe sich dort seit mindestens zehn Jahren kein Unfall ereignet.

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