Tödlicher Schuss auf einen Rocker

Würselen..  Die nächtliche Bluttat liest sich wie ein Krimi-Drehbuch: Ein Unbekannter fährt in Würselen bei Aachen vor einer früheren Kneipe vor und feuert. Im Haus geht eine Gruppe in Deckung, dennoch wird ein 18-Jähriger tödlich getroffen, ein 28-Jähriger verletzt. Der Schütze rast davon. Was bleibt, sind Fragen. Denn in der deutsch-niederländischen Grenzregion macht ein Machtkampf unter Rockern seit Monaten Schlagzeilen. Und das Opfer hatte Verbindungen in dieses Milieu.

„Es ist noch nicht bekannt, wer die Schüsse abgab“, sagte Staatsanwalt Jost Schützeberg gestern. Auch die Hintergründe und das Motiv würden noch ermittelt. Man werde mit den Kollegen in den Niederlanden zusammenarbeiten. Das Opfer stamme nicht aus dem Nachbarland.

Die Polizei vermutet einen tödlichen Streit von Rocker-Gruppen. Es wäre der Höhepunkt der bisherigen Rivalität in der Szene in der Grenzregion. Vor allem in den Niederlanden halten die Gangs in ihren Lederkutten die Polizei in Atem. Nicht nur in Kerkrade, auch in Sittard und anderen Teilen der niederländischen Region Südlimburg gab es in den vergangen Wochen Zwischenfälle. Im Visier hat die Polizei vor allem die verfeindeten Banden Hells Angels und Bandidos.