„Todesmeldung“ über Stefan Raab entpuppt sich als Abzocke

Stefan Raab, immer noch sehr lebendig
Stefan Raab, immer noch sehr lebendig
Foto: imago/Hubert Jelinek
Was wir bereits wissen
Eine gefälschte Meldung verkündete bei Facebook, der TV-Moderator Stefan Raab sei tot. Dahinter steckt eine perfide Abzockmasche.

Berlin..  „Selbstmord. Stefan Raab wurde der Stress zu viel“ hieß es in einem Facebook-Post. Als angeblicher Absender der Meldung war Raabs früherer Haussender ProSieben angegeben.

Die Meldung ist allerdings eine geschmacklose Fälschung – und zudem eine Falle. Denn wer darauf klickt, wird automatisch zu einer Gewinnspielseite weitergeleitet, auf der man seine privaten Daten eingeben soll.

Die Fälscher versuchen es nicht zum ersten Mal mit dieser Masche. Erst vor wenigen Wochen kursierte in den Sozialen Netzwerken eine ähnliche Falschmeldung; damals ging es um den Schauspieler Til Schweiger, der angeblich im Koma liege.

„Neugier kann teuer und unangenehm werden“

Neugier könne in solch einem Fall „für den Facebook-Nutzer sehr teuer und unangenehm werden“, mahnte seinerzeit das Juristenportal „anwalt.de“. Hinter der angeblichen Meldung stehe „eine externe Webseite, die eine Abofalle bzw. eine Scamming-Falle verbirgt“.

Es sei keine Seltenheit, so heißt es bei „anwalt.de“ weiter, dass im Internet Betrüger versuchten, mit falschen Nachrichtenmeldungen über den Tod oder einen Schicksalsschlag eines Prominenten „ahnungslose Nutzer in eine Abofalle zu locken“. Besonders tückisch und gefährlich sei dies für Nutzer von Smartphones oder Tablets. Denn: „Die Betrüger nutzen hier das Wireless Application Protocol, welches die Identifikationsnummer der SIM-Karte übermittelt. Auf diese Weise erlangen die dubiosen Firmen die persönlichen Daten des Smartphone- oder Tabletnutzers“. Und das kann teuer werden. (W.B.)