Zu fetter Pekinese - Hundehalter wegen Tierquälerei angeklagt

Ein Ehepaar in Augsburg ist jetzt angeklagt, weil sie ihren Pekinesen haben zu fett werden lassen.
Ein Ehepaar in Augsburg ist jetzt angeklagt, weil sie ihren Pekinesen haben zu fett werden lassen.
Foto: Archiv/Gatzmanga, WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zwei Hundehalter müssen sich in Kürze in Augsburg vor Gericht verantworten, weil sie ihren Hund überfüttert haben. Die Pekinesen-Dame soll fast 20 Kilo gewogen haben - das Dreifache dessen, was bei diesen Tieren normal ist. Die bisherigen Strafbefehle hatte das Paar ignoriert.

Augsburg.. Ein Ehepaar soll seinen Pekinesenmischling auf das Dreifache des Normalgewichts gefüttert haben und muss sich deswegen jetzt vor Gericht verantworten. Hündin "Daisy" wurde trotz Warnungen des Tierarztes immer dicker und wog schließlich fast 19 Kilogramm. Etwa 6 Kilo wären normal gewesen.

Wie das Augsburger Amtsgericht am Freitag berichtete, hatten der 71-jährige Mann und seine 69 Jahre alte Frau Strafbefehle wegen Tierquälerei und - im Fall der Frau - auch wegen Beleidigung und Bedrohung erhalten. Sie soll den warnenden Veterinär als "Mensch ohne Herz" verunglimpft und mit dem "Abfackeln" seiner Praxis gedroht haben. Da die Halter der Hundedame die Strafbefehle nicht akzeptierten, wird der Fall am kommenden Donnerstag (10. Januar) verhandelt.

Für "Daisy" soll die Überfütterung dramatische Folgen gehabt haben: Nach Angaben des Gerichtssprechers ging es der Hündin zusehends schlechter und sie hatte Schmerzen. Schließlich habe sie sich kaum noch auf den Beinen halten können. (dpa)