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Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei

24.04.2012 | 17:29 Uhr
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
Ein 71-jähriger Mann hat sich der Polizei gestellt. Er will den Wolf im Westerwald erschossen haben.Foto: dapd/Polizeipraesidium Koblenz

Montabaur/Hachenburg.   Drei Tage nach dem Fund eines toten Wolfs im Westerwald hat die Polizei den Schützen. Ein 71-jähriger Mann habe sich den Behörden gestellt, gab ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion in Montabaur am Dienstag bekannt. Noch wird untersucht, ob das tote Tier tatsächlich ein Wolf war.

Der Ende Februar im Westerwald entdeckte Wolf war ein Sensationsfund. Umso größer war der Schock, als das Tier am vergangenen Freitag erschossen aufgefunden worden war. Nun hat sich der mutmaßliche Schütze gestellt. Dies teilte die Polizei in Montabaur am Dienstag mit.

Es handelt sich um einen 71-jährigen Mann, der aus NRW kommt. Der Schütze ist der Pächter des Waldstücks, in dem der Kadaver am Samstag von einem Spaziergänger gefunden worden war, wie die Nachrichtenagentur dapd aus Kreisen des Landesjagdverbands erfuhr. Er habe sich am Montag bei der Kriminalinspektion Montabaur gemeldet und zu der Tat bekannt, teilte die Polizei mit. Am 21. April soll er mehrere Schüsse auf das Tier abgefeuert haben. Nähere Angaben zum Motiv und zur Person wurden am Dienstag noch nicht gemacht.

Ob es sich bei dem getöteten Tier tatsächlich um einen Wolf handelt, wird derzeit noch untersucht, teilte die Polizei mit.

Nabu rechnet mit bis zu fünf Jahren Haft

Der Abschuss des vermutlich einzigen Wolfes im Westerwald hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Erst am Dienstagmorgen hatte der Naturschutzbund (NABU) bekannt gegeben, wegen der Tötung des Tieres Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Koblenz gestellt zu haben. Zu dem Zeitpunkt noch gegen unbekannt.

Auch ein Tiernahrungshersteller aus Rheinland-Pfalz und der Verband deutscher Jäger können nun aufatmen: Sie hatten insgesamt 5.000 Euro Belohnung für die Ergreifung des Täters ausgesetzt. "Diese abscheuliche Tat macht uns alle betroffen und traurig", sagte der Geschäftsführer der Markus-Mühle GmbH, Markus Olberts, vor der Ergreifung des Täters.

Es war das erste gesichtete Exemplar im Westerwald seit dem Jahr 1879. "Angesichts dieser Prognose sollte eine absichtliche Tötung des ersten rheinland-pfälzischen Wolfes mit der gezielten Ausrottung der Art gleichgesetzt werden", forderte der Nabu. Da es sich bei dem Wolf um eine streng geschützte Tierart handele, drohe dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Nach Angaben der Polizei prüft die Staatsanwaltschaft nun, ob die Tat überhaupt strafrechtliche Relevanz hat. (dapd/dae/WE)


Kommentare
17.07.2012
09:08
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von fuffzigpfennig | #20

Mein Gott, das war doch nur ein Wolf!!! Noch mögen unsere Öko-Romantiker jeden entdeckten Wolf wie Weihnachten feiern, aber bei steigender Population steigen auch die Gefahren und Probleme. Die betroffenen Bundesländer zahlen jetzt schon erhebliche Beträge an Ausgleichszahlungen für gerissenes Nutzvieh. Und es wäre nur eine Frage der Zeit, bis auch Menschen angegriffen würden, auch wenn gerne gegenteiliges behauptet wird. Raubtiere sind in unserem dichtbesiedelten Land überflüssig wie ein Kropf und eigentlich sollte man dem alten Herrn für seinen Abschuss dankbar sein!

26.05.2012
23:17
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #19

......alleine die Tatsache, dass bei einem Verschwinden von "Menschen" Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt wird, um diesen wieder zu finden, jedoch bei Tieren, lt. unseren "Gesetzen" lediglich eine "Sachbeschädigung" vorliegt, zeigt mir wo bei diesen "Menschen" die Prioritäten liegen.

"Menschen" sind auch nur Lebewesen, die z.Z. unseren Planeten mit ca. 7 Miliardern
überbevölkern.

Somit ist es wirklich nicht dramatisch, den einen oder anderen "Menschen" zu verlieren.

2 Antworten
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #19-1

....viele werden jetzt laut aufschreien und behaupten, dass diese Äußerungen menschenverachtend ist.
Dazu kann ich nur sagen, dass der Mensch sehr viel Mühe und Geld in Kriege, und ander abscheulichen Taten investiert, dass man ihn einfach nur verachten muss.

Insofern liege ich mit meinen Äußerungen genau richtig.

Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von meoutis | #19-2

@indi1234: Das dass genaue Gegenteil der Fall ist können Sie natürlich durch Ihre infantilisierende rosarote Bambibrille nicht wahrnehmen.

So war zum Beispiel die Prämie die auf die Ergreifung des Luchs-“Mörders“ im bayerischen Wald ausgelobt war * um 5.000 Euro höher, als das Kopfgeld für den Mörder der Elfjährigen in Emden**.Es vollzieht sich eine Werteverschiebung in unserer Gesellschaft in der das Leben, bzw. die Aufklärung einer Straftat im Zusammenhang mit einem Tier ist „mehr wert“ als ie an einem Kind**?

Dieses Missverhältnis spiegelt sich im Übrigen auch in den Mitgliederzahlen der entsprechenden Verbände wieder: so hat der deutsche Tierschutzbund 800.000 Mitglieder*** und der deutsche Kinderschutzbund gerade mal 50.000****. Verkehrte Welt…

*http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/15-000-euro-hohes-kopfgeld-fuer-die-ergreifung-eines-luchs-moerders-ausgelobt-11707991.html
**http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,824051,00.html
***http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher

23.05.2012
18:22
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #18

....aus dem Auge, aus dem Sinn.?

Ich würde gerne erfahren, wie mit dem Mörder des Wolfes weiter verfahren wurde, oder wird diese Angelegenheit seitens der Staatsanwaltschaft einfach nur ausgesessen?

25.04.2012
22:40
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #17

.....ich kenne einen "Hobbyjäger" im Saarland, der eine Menge Bucks auf den Tisch gelegt hat, um in Canada einen Grizzly-Bear erlegen zu dürfen.
Hat dies etwas mit Naturschutz zu tun, oder bekommt dieser "Mensch" einfach nur eine feuchte Hose?
Ähnlich sind diese Hobbyjäger in Deutschland und in der übrigen Welt gestrickt, wenn sie ihre Waffe im Anschlag haben und "Gott" spielen dürfen, und dank ihrer Waffen über Leben und Tod entscheiden dürfen.
Feuchte Hosen und feuchte Röcke, ist in meinen Augen gleich zu setzen mit Kinderschändern.

25.04.2012
21:04
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von vegan_unplugged | #16

Ohoho, der "Verband deutscher Jäger" beteiligt sich also an der Summe, die zur Ergreifung des Täters führen soll. Eigentlich muss man nur mal eine Jagdzeitschrift nach Wahl aufschlagen und in den Anzeigenteil am Ende des Heftes schauen: dort kann man entsprechende Jagd-Reisen buchen: zur Wolfsjagd nach Serbien oder in die Ukraine, Schwarzbärenabschuss in Tschechien, oder lieber zur Elchjagd nach Skandinavien, oder doch etwas herrschaftliches Flair der Kolonialzeit erleben wie zur Jahrhundertwende und ab zur Jagd nach Namibia oder einen anderen afrikanischen Staat, Abschuss einer Nashorns, eines Elefanten oder einer Giraffe inklusive? Für einen Elefanten muss man etwa 17.000 EUR anlegen, aber was solls? Kunden finden sich ja offenbar dafür? Und manch ein deutscher Jagdanbieter verspricht sogar den Jagdschein in fünf Tagen, mit praktischer Jagdprüfung inkl. Abschuss in Afrika. Wer soll sich eigentlich von den Hobbyjäger noch blenden lassen?

25.04.2012
20:12
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #15

......der "Mensch" ist das schlimmste Lebewesen das die Evolution hervorgebracht hat.
Darüber hinaus hält es sich für "Gott", als Herrscher über Leben und Tod.
Etwas schlimmeres sucht seinesgleichen.

25.04.2012
13:59
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #14

@ordafla

.....so wie ich Ihren Kommentar interpretiere, wissen Sie scheinbar überhaupt nicht wovon Sie reden, geschweige denn machen Sie sich scheinbar keine Gedanken darüber, weshalb diese Jäger nicht nur den Wolf aus unseren Wäldern vertreiben möchten, sondern allem Raubwild, darunter fallen natürlich auch Raubvögel, das ihren persönlichen Ertrag schmälern könnte, nachstellen. Dies bezeichnen die Jäger dann als "Naturschutz". Naturschutz sieht anders aus.
Um ihren Ertrag zu steigern, bzw. um das sog. Nutzwild in ihren Revieren zu halten, scheuen diese sog. "Naturschützer" keine Mühen und gehen mitunter auch soweit, indem sie, nicht nur gegen allgemeine Gesetze verstossen, sondern auch gegen ihre Jagdgesetze.
Das der getötete Wolf ein Wolf ist, steht zweifelsfrei fest.
Ein Jäger, der einen Wolf nicht von einem Hund, bzw. Schäferhund unterscheiden kann, ist kein Jäger sondern ein Fachidiot, der in unseren Wäldern nichts verloren hat.

2 Antworten
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von oderfla | #14-1

"Das der getötete Wolf ein Wolf ist, steht zweifelsfrei fest"

nein, bis eben aber eben doch nicht...um das festzustellen wurde ein gentest veranlasst, dessen ergebnisse heute erwartet werden, soooo zweilelsfrei scheint es hier nicht zu sein........

darüber hinaus habe ich betont das ich eben kein jägerfreund bin! das einzig wirklich gute an jägern, ist dieser "meister", den mag ich mal ganz gerne! prost!

Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #14-2

.....alleine schon die Tatsache, dass nach Ansicht der Jäger und den anhängigen Behörden, ein Gentest von nöten ist um einen Wolf vom Hund zu unterscheiden, zeigt jedem deren Unfähigkeit.

Da besagter Jäger den Wolf mit Sicherheit beobachtet hat ehe er ihn tötete, wäre es für einen Fachmann ein leichtes gewesen, diesen Vierbeiner, zum einen an seiner Kopfform, zum anderen an seiner Gangart, als Wolf u erkennen.

Ein Wolf hat eine andere Gangart wie ein Hund, indem der Wolf mit seiner Hinterpfote in die gleiche Spur der Vorderpfote geht.

Das ein Jäger dies nicht erkennt zeigt mir, dass er absolut unfähig ist.
Wie oft kam es vor, dass Jäger ihre eigenen Jagdkollegen mit Wildschweinen verwechselt haben.

25.04.2012
12:56
ich bin bestimmt kein jägerfreund.....
von oderfla | #13

aber was die "tierfreunde" hier vom stapel lassen, geht echt auf keine kuhhaut. meine güte, was ist denn passiert: ein vierbeiner wurde abgeknallt, nicht unwahrscheinlich, dass es schlicht ein wildernder köter war.........wenn es einer war, eine fellnase, dann ist die sache völlig in ordnung und legal und wünschenswert. ...wenn es doch ein wolf war, ist es schade um den wolf aber nun auch nicht das ende der welt. wenn hier 130 jahre kein wolf war dann schaden ein paaer weitere jahre auch nicht mehr.

meines wissens ist der wolf eh ein rudeltier.........was macht denn so einer ganz allein im westerwald? urlaub?

1 Antwort
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #13-1

@ordafla

.....so wie ich Ihren Kommentar interpretiere, wissen Sie scheinbar überhaupt nicht wovon Sie reden, geschweige denn machen Sie sich scheinbar keine Gedanken darüber, weshalb diese Jäger nicht nur den Wolf aus unseren Wäldern vertreiben möchten, sondern allem Raubwild, darunter fallen natürlich auch Raubvögel, das ihren persönlichen Ertrag schmälern könnte, nachstellen. Dies bezeichnen die Jäger dann als "Naturschutz". Naturschutz sieht anders aus.
Um ihren Ertrag zu steigern, bzw. um das sog. Nutzwild in ihren Revieren zu halten, scheuen diese sog. "Naturschützer" keine Mühen und gehen mitunter auch soweit, indem sie, nicht nur gegen allgemeine Gesetze verstossen, sondern auch gegen ihre Jagdgesetze.
Das der getötete Wolf ein Wolf ist, steht zweifelsfrei fest.
Ein Jäger, der einen Wolf nicht von einem Hund, bzw. Schäferhund unterscheiden kann, ist kein Jäger sondern ein Fachidiot, der in unseren Wäldern nichts verloren hat.

25.04.2012
09:15
Toter Wolf - Schütze stellt sich der Polizei
von indi1234 | #12

.....wäre der öffentliche Druck nicht, hätte sich dieser Jäger wohl nie freiwillig gemeldet.
Gleichgültig welche Ausrede dieser Jäger parat hat, in jedem Fall muss er seinen Schein und seine Waffen abgeben.
Sollte er jetzt die Standardausrede hervorbringen, er hätte den Wolf mit einem Hund verwechselt, würde diesem Jäger in jedem Fall seine fachliche, wie auch seine persönliche Fähigkeit, dieses Hobby auszuüben, absprechen.
An diesem Mann muss ein Exempel statuiert werden, damit diese Jäger endlich mal begreifen, dass auch sie sich an Gesetze zu halten haben.
Solche sog. Jäger, die nicht einmal in der Lage sind, ihr potentielles Opfer eindeutig zu identifizieren, sind eine Gefahr für Land und Leute.

24.04.2012
21:32
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Name von Moderation entfernt | #11

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