Topf und Deckel, Pech und Schwefel

Was wir bereits wissen
Mein Menschenpapa und ich sind uns wir sehr ähnlich. Kein Wunder, wenn man sein ganzes Leben miteinander teilt.

Wuff wuff allerseits! Wie der Herr, so’s Gescherr, sagt der Volksmund. Da hat er Recht. Nachdem ich mein gesamtes Leben – bis auf die ersten sieben Wochen – bei meinem (Menschen-)Papa verbracht habe, sind wir wie Pech und Schwefel. Wie Topf und Deckel. Wie Pat und Patachon. Da passt kein Blatt zwischen. Will sagen: Wir sind uns ziemlich ähnlich. Wir liegen beide gerne auf der Couch. Wir schlagen uns beide gerne den Bauch voll. Wir sind beide gerne draußen an der frischen Luft. Wir rennen beide jedem Ball hinterher. Wir tun beide gerne auch mal gar nichts. Und und und. Auch unser Äußeres hat sich im Laufe der Zeit angeglichen: Attraktiv, sportlich, elegant – um nur einige wenige Adjektive zu nennen.

In erster Linie ist es aber das Wesen, das uns wie ein Ei dem anderen gleichen lässt. Papas Mama, also Oma, sagt ständig: „Du bist der liebste Kerl der Welt, aber auch der größte Chaot. Das kann ja auch an dem Hund nicht spurlos vorübergehen.“ Das mit dem Chaoten hat sie übrigens schon gesagt, als ich noch gar nicht auf der Welt war – nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht! Lieb bin ich jedenfalls. Sehr lieb, um genau zu sein. Aber chaotisch? Nun ja, das müssen andere beurteilen. Bei Papa fällt das mit dem Chaos eigentlich gar nicht so ins Gewicht. Dann wird das bei mir wahrscheinlich auch nicht anders sein.

Eure Paula