Mein Sommer startet mit Flocken

Was wir bereits wissen
In Sachen Fellwechsel bin ich traditionell spät dran - nämlich immer erst dann, wenn die größte Hitze schon vorbei ist.

Wuff wuff allerseits! Falls sich jemand im Großraum Oberhausen in den vergangenen Tagen über dicke, fette, schwarz-weiße Flocken gewundert haben sollte – keine Panik: Das waren nur meine Haare. Papa hat mich ausgiebig gebürstet und dabei kam eine Menge Wolle runter, die wiederum vom Winde verweht wurde. „Eine Menge“ ist allerdings noch untertrieben, muss ich zugeben. Da ich die merkwürdige Angewohnheit habe, meinen endgültigen Wechsel aufs Sommerfell erst dann vorzunehmen, wenn die größte Hitze schon vorbei ist, kommt da ganz schön was zusammen. Mein Idealgewicht von 20 Kilogramm bin ich jedenfalls los. Papa sagte, mit meinen Fellbergen wäre ein lukratives Kissen- und Deckengeschäft denkbar. Ich wiege jetzt jedenfalls deutlich weniger – ich würde sagen, nur noch circa vier Kilo. Oder doch nur drei?

Um diesen ungeheuerlichen Gewichtsverlust zu kompensieren, haben Papa und ich uns darauf geeinigt, dass ich für jeden Bürst-Durchgang mit entsprechenden Belohnungshappen versorgt werde. Das kann ein bisschen Käse sein – für meinen Geschmack bekomme ich davon allerdings deutlich zu wenig ab – oder aber ein leckerer Knochen im XXL-Format. Für derlei Entschädigungen nehme ich das Bürsten dann doch gerne auf mich und tue auch so, als ob ich das alles ganz tapfer ertragen würde. Eigentlich hasse ich es!

Eure Paula