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Jungwölfe verfolgten Bundeswehrsoldat bei Nachtmarsch

13.09.2012 | 16:48 Uhr
Jungwölfe sind neugierig, sagen Wolfskenner. Auf einem Truppenübungsplatz in der Lüneburger Heide hat jetzt ein Rudel einen Soldaten verfolgt.Foto: dapd/Sebastian Koerner / NDR-Naturfilm

Munster.   Der Wolf breitet sich wieder in Deutschland aus. In der Lüneburger Heide hatte ein Rudel Jungwölfe jetzt einen Soldaten erschreckt. Die Tiere verfolgten ihn bei einem nächtlichen Marsch. Grund für die Bundeswehr, die Soldaten künftig mit einem Leitfaden auf solche Begegnungen vorzubereiten.

Ein Bundeswehrsoldat ist bei einem nächtlichen Marsch von drei Jungwölfen verfolgt worden. Die Tiere seien ihm bei seinem Einsatz auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe des niedersächsischen Munster über einen längeren Zeitraum gefolgt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Immer wenn der Soldat stehen blieb, legten auch die Wölfe eine Pause ein. Sobald er seinen Weg fortsetzte, liefen sie ihm wieder hinterher. Auch von dem Licht seiner Taschenlampe ließen sie sich nicht vertreiben.

Als er auf einen Turm des Truppenübungsplatzes kletterte, kam einer der Jungwölfe bis an die Leiter heran und lief erst davon, als der Mann herabkletterte und nach ihm trat. Mit etwas mehr Abstand folgten die Wölfe dem Soldaten dann noch ein Stück auf seinem weiteren Weg, verloren nach einiger Zeit aber wohl das Interesse und verschwanden in der Dunkelheit.

Soldat hatte "unangenehmes Gefühl"

Video
Warum man vor Wölfen keine Angst haben muss, verrät in unserem Video Wolf-Experte Jos de Bruin.

Der Soldat, der zwar bewaffnet aber ohne scharfe Munition unterwegs war, habe bei seiner Begegnung ein "unangenehmes Gefühl" gehabt, berichtete der Wolfsberater des Bundesforstbetriebes, Helge John. Eine Gefahr gehe von den rund sechs Monate alten Wölfen grundsätzlich aber nicht aus, sagte er. Während die Alttiere bei der Witterung eines Menschen in der Regel davonliefen, seien Jungtiere einfach sehr neugierig.

Da auch Pilzsammler oder Spaziergänger im angrenzenden Wald auf die Tiere treffen könnten, wies der Experte auf die richtige Verhaltensweise bei einer Begegnung hin: "Verhalten Sie sich ruhig, bleiben Sie stehen und halten Sie Abstand." Zudem solle der Wolf in bestimmendem Ton angesprochen werden, empfahl er. Die Bundeswehr will nach dem Vorfall nun einen Leitfaden für Begegnungen mit frei lebenden Wölfen herausbringen.

Westlichstes Rudel in Deutschland

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Durch eine Videofalle auf dem Truppenübungsplatz in der Lüneburger Heide war die Existenz der Jungwölfe im Juli erstmals nachgewiesen worden. Die Eltern stammen aus zwei unterschiedlichen Rudeln in Sachsen. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland ist die Wolfsfamilie das Rudel, das sich bisher am weitesten in den Westen Deutschlands vorgewagt hat.

Im August hatte der Angriff eines der Wölfe auf eine Schafsherde für Diskussionen gesorgt. Bei der Attacke waren vier Heidschnucken zu Tode gekommen. Eines der Tiere hatte der Wolf in einen nahegelegenen Busch geschleppt, es gefressen und sich neben der Beute schlafen gelegt. (dapd)



Kommentare
13.09.2012
17:33
Jungwölfe verfolgten Bundeswehrsoldat bei Nachtmarsch
von tierfreund61 | #2

Er musste nach dem jungen Wolf treten???? Zuviel DVDS geschaut,oder?

13.09.2012
17:06
Jungwölfe verfolgten Bundeswehrsoldat bei Nachtmarsch
von Rundschuh | #1

wie war denn der arme Soldadt bewaffnet, wenn er keine Munition hatte? Wattebäuschen oder Steinchen?
er könnte natürlich sein G36 als Keule benutzen!

1 Antwort
Jungwölfe verfolgten Bundeswehrsoldat bei Nachtmarsch
von Pyrexx | #1-1

Aber warum sollte er das G36 als Keule benutzen? Nur weil ihm der Urahn des Haushundes in einiger Entfernung als Welpe hinterherläuft?
Warum sollte der Soldat die kleinen Wölfe töten?


Ich glaube die bei Märschen und Übungen sind die Soldaten nie scharf bewaffnet. Das G36 fürs Gewicht und um das Handling zu lernen, scharfe Mun nur auf dem Schießstand und im Einsatz.

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