Die Angst legt sich

Was wir bereits wissen
Zwei Hasen geben mir neuen Mut! Wie aus einem forschen Welpen eine zurückhaltende Paula wurde - und wie sich das alles wieder legt

Wuff wuff allerseits! Ich kann mich ja als erfahrene Hunde-Dame ganz gut selbst einschätzen, und ich muss sagen: Ich bin ein kleines Sensibelchen – aber damit ist jetzt Schluss! Damals, als minikleiner, süßer, putziger Welpe, konnte mich gar nichts schocken. Da hatte ich auch immer eine große Klappe zu allem und jedem. Während ich damals mit zarten acht Wochen noch die Nachbarsdogge, die geschätzte 23 Mal größer war als ich, zwickte und neckte bis sie das Weite suchte, kam der Wendepunkt im Alter von etwa einem Jahr. Während meines allabendlichen Spaziergangs durch die Nachbarschaft traf ich auf die dicke fette Katze von nebenan. Die lief meistens mit und hielt sich von mir fern. Doch an diesem Abend war sie auf Krawall gebürstet und jagte mich minutenlang um eine Bank – ich hätte niemals gedacht, dass ein übergewichtiger Kater so schnell sein kann! All meine Großschnäuzigkeit löste sich in diesem Augenblick in Luft auf!

Vor meinen neuen Mitbewohnern, den Hasen Bill und Ted, bin ich anfangs auch weggerannt. Mittlerweile pendelt sich das aber ein und ab und zu komme ich sogar zu ihnen und schnüffel sie ab. Das gibt mir neuen Mut. Denn auch bei Katzen legt sich meine Angst langsam aber sicher. So richtig schreckhaft bin ich eigentlich nur noch bei Fliegen. Sobald es summt, bin ich weg. Und das wird sich auch nicht ändern.

Eure Paula