Das aktuelle Wetter NRW 2°C
Tierpark

Ausbrecher-Pinguin narrt Jäger mehr als zwei Monate

25.05.2012 | 12:25 Uhr
Funktionen
Ausbrecher-Pinguin narrt Jäger mehr als zwei Monate
Foto: afp

Tokio.   Sowas kennt man eigentlich nur aus dem Kino: Aus dem Sea Life Park in Tokio war im März ein kleiner Pinguin getürmt. Mehr als zwei Monate war er auf der Flucht und narrte seine Verfolger dabei immer wieder. Erst durch einen Trick gelang es, den Pinguin zu fangen.

Das Versteck-Spiel eines kleinen Pinguins in Japan ist zu Ende: Ein aus dem Sea Life Park in Tokio entflohener Humboldt-Pinguin ist nach 82 Tagen wieder eingefangen worden. Der namenlose Vogel sei am Ufer des Edo-Flusses, rund acht Kilometer vom Park entfernt, von zwei Mitarbeitern des Aquariums aufgespürt worden, teilte Aquarium-Sprecher Takashi Sugino am Freitag mit.

Der einjährige Flüchtling, bekannt als Pinguin Nummer 337, war seit seiner Flucht Anfang März mehr als 30 Mal in der Umgebung des Parks gesehen worden. Am 7. Mai lieferte sich das 60 Zentimeter große Tier gar eine Verfolgungsjagd mit zwei Booten der Küstenwache. Nach rund einer Stunde verloren die zehn Männer an Bord den Pinguin aus den Augen.

Einfang-Aktion in Zeitlupe

Auch am Donnerstag entkam er seinen Verfolgern zunächst: Als diese sich am Flussufer dem Pinguin näherten, sprang er ins Wasser und tauchte erst eine Stunde später am anderen Ufer wieder auf. Schließlich schlichen sich die Fänger extrem langsam an den Vogel heran - für die letzten fünf Meter benötigten sie rund 20 Minuten - und stürzten sich auf ihn.

"Er wurde auf sichere Weise eingefangen", erklärte das Aquarium. Verletzungen habe der Pinguin offenbar keine, er scheine bei guter Gesundheit zu sein. Zunächst sollte sich Nummer 337 den Angaben zufolge einem Gesundheitscheck unterziehen und wegen möglicher Infektionen unter Quarantäne gestellt werden.

Für seinen Ausbruch war der kleine Pinguin offenbar auf einen Felsen geklettert, der zweimal größer ist als er selbst. Viele Japaner erinnerte die Flucht an den Kino-Blockbuster "Madagaskar", in dem mehrere Tiere - darunter auch Pinguine - in New York aus dem Zoo ausbrechen und jede Menge Abenteuer erleben.

Kommentare
25.05.2012
21:52
Das ist der Tux.
von DEWFan | #1

Der wollte sich schnell ein paar neue Linux-Distris ziehen ;-)

Aus dem Ressort
Auktion auf Facebook rettet Galgo-Hündin „Hope“ das Leben
Tierrettung
Der Gladbecker Verein TSV Spanische Pfoten sammelte mit einer spontanen Aktion Geld. Einer schwer verletzten Hündin in Spanien wurde so geholfen.
Leinenzwang für Katze angeordnet - Gericht kippt Hausordnung
Haustiere
Aus Angst vor Verschmutzungen in Haus durch Katzen haben Hauseigentümer eine Leinenpflicht eingeführt. Eine erzürnte Bewohnerin klagte - mit Erfolg.
Der Vogel des Jahres, der Habicht, fühlt sich in Bochum wohl
Greifvögel
Etwa zwölf Brutpaare des Greifvogels leben hier. Kreisjägerschaft sieht ihn als Unterstützung im Bemühen um Artenvielfalt. Nabu warnt vor Verfolgung.
Igel in der Wohnung rechtfertigen Kündigung des Mietvertrags
Urteil
Weil sie sich mehrere Igel hielt, musste eine Berlinerin jetzt ihre Wohnung räumen. Ein Gericht entschied: Igel sind Wildtiere, keine Haustiere.
In Hünxe geht die Angst vor dem "Hundehasser" um
Tiere
In Hünxe wurden zwei Hunde offenbar auf ihrem eigenen Grundstück vergiftet. Hundehalter haben Angst um ihre Tiere. Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt
Fotos und Videos
article
6692780
Ausbrecher-Pinguin narrt Jäger mehr als zwei Monate
Ausbrecher-Pinguin narrt Jäger mehr als zwei Monate
$description$
http://www.derwesten.de/panorama/tierisches/ausbrecher-pinguin-narrt-jaeger-mehr-als-zwei-monate-id6692780.html
2012-05-25 12:25
Pinguin
Tierisches