Tierische Bewohner in der Villa Hunterbunt
14.11.2008 | 11:16 Uhr 2008-11-14T11:16:00+0100
Gelsenkirchen. In der Hunde-Tagesstätte "Villa Hunterbunt" gibt es keine Tiere mit glitzernden Halsbändern, keine vergoldeten Fressnäpfe oder mit Plüsch ausgelegte Schlafplätze. Dennoch ist das Haus eine echte Villa und das 5000 Quadratmeter große Gelände das wahre Paradies - für Hunde.
Die Villa Hunterbunt ist eine Hundepension der etwas anderen Art. Hier gibt es keine Tiere mit glitzernden Halsbändern, keine vergoldeten Fressnäpfe oder mit Plüsch ausgelegte Schlafplätze. Dennoch ist das Haus eine echte Villa und das 5000 Quadratmeter große Gelände das wahre Paradies - für Hunde. Denn in der HuTa, wie Inhaber Andreas Grunenberg die Villa nennt, ist Platz. "Wir geben den Tieren allen Freiraum, den sie brauchen", erzählt Grunenberg. Zwar ist die Hundespielwiese umzäunt, alle Hallen und Räume abschließbar, "doch in der Regel stehen hier alle Türen und Tore offen. Natürlich nicht das Eingangstor zum Gelände, das ist immer fest verschlossen", erklärt Grunenberg, der die Hunde, in der Tagesstätte, gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin betreut.
Vor einem Monat war Eröffnung. Inzwischen sind schon einige Hunde Stammgäste. "Obwohl hier so viele Tiere rumlaufen, hat es noch keinen Streit gegeben", sagt Grunenberg. In die HuTa dürfen nur Hunde, die nachgewiesenermaßen gesund und sozialverträglich sind."Anders ginge es auch nicht", so der Inhaber. "Hier leben Menschen und Tiere zusammen, da können wir keine Tiere mit übertragbaren Krankheiten und schon gar keine aggressiven Hunde aufnehmen."
Alle halfen mit
Der Weg bis zur Eröffnung war nicht einfach. "Es war seit langem unser großer Traum, eines Tages eine Hundepension zu eröffnen", erzählt Grunenbergs Lebensgefährtin Claudia Winnenberg. "Also brauchten wir ein Konzept und noch viel wichtiger, wir brauchten Geld." Die ersten Bankbesuche waren für das Paar ziemlich ernüchternd. "Wir dachten schon, niemand will uns einen Kredit geben", sagt Andreas Grunenberg. Doch die beiden gaben nicht auf und "bei der siebten Bank hat es dann geklappt.". Das war Anfang des Jahres. Dann ging die Arbeit erst richtig los - und alle halfen mit. Gemeinsam mit Freunden und Verwandten haben die Grunenbergs die alte Villa aus dem 18. Jahrhundert wieder auf Vordermann gebracht. Es mussten Zäune gezogen, Wände gestrichen und Ställe ausgebaut werden. Auch das ganze alte Laub musste verschwinden "Es war unglaublich viel Arbeit", erinnert sich Andreas Grunenberg. "Wir haben alles selber gebaut. Jetzt kann ich Sachen, von denen ich vorher dachte, dass sie wahnsinnig kompliziert sind."
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Beim Betreten des Grundstücks wird die Größe des Geländes sofort sichtbar. Das Tor zur riesigen Hunde-Spielwiese steht offen, daneben befindet sich eine Scheune, die den Tieren Rückzugsmöglichkeiten bietet. In der Villa stechen sofort die wunderschönen, alten gefliesten Böden ins Auge. In der Diele sind Hundeschlafplätze eingerichtet. Es gibt sogar ein Hundewohnzimmer, in dem die Tiere auch auf die Sofas dürfen. "Viele Tiere sind ja so erzogen, dass sie niemals auf der Couch liegen dürfen. Wenn dem so ist, respektieren wir das und passen auf, dass das hier dann auch so bleibt", erklärt Grunenberg. Die eigenen Tiere, ein riesiger Irischer Wolfshund und ein kleiner Chinesischer Nackthund, die dürfen das. "Der kleine liegt aber lieber hinter dem Ofen. Weil er kaum Fell hat, friert er schnell", erklärt Grunenberg. Ab einer Temperatur von unter zehn Grad bekommt er einen kleinen Pullover an, wenn es nach draußen geht.
Erste-Hilfe-Kurs für Hunde
Im Forum "Tiere im Revier" können Sie sich über Tiere jeglicher Art austauschen. Im Tier-Blog "Frei Schnauze!" gibt es täglich Tiergeschichten, die nicht so recht ihren Platz in den Nachrichten finden.
Nächstes Wochenende ist Tag der offenen Tür in der HuTa. Samstag und Sonntag, von 13 bis 17 Uhr, können Interessierte einen Erste-Hilfe-Kurs für Hunde machen. "Dazu hat eine befreundete Tierärztin drei Helferinnen für uns im Einsatz", erzählt Grunenberg. Zudem gibt es eine Hundeschule, die auf der großen Spielwiese Agility-Training und andere Kurse anbietet. Auch für das Tierheim wird gesammelt. "Die Hunde, die zu uns kommen, denen geht es gut, aber im Tierheim die Tiere, die benötigen dringend Hilfe", erzählt Grunenberg.
Noch ist die HuTa nicht ausgelastet. "Wir brauchen 15 Hunde pro Tag, damit sich die HuTa rentiert", erklärt Claudia Winnenberg. Vielleicht kann das Paar am Wochenende ein paar neue Gäste dazu gewinnen. "Wir hoffen, dass viele Menschen vorbei kommen und sich einen eigenen Eindruck von der Villa und unserer Arbeit hier machen können", sagt Andreas Grunenberg. "Dann können alle Vorurteile über Hundepensionen aus der Welt geräumt werden."
- Fotostrecke: Die Bewohner der Villa Hunterbunt
- Internet: www.villa-hunterbunt.de
- Das Community-Blog
23:22
Komisch, das Frau Winnenberg seit Jahresanfang nicht mehr in ihrer eigenen Firma tätig ist und das schreibt eine Firma Canidos im April 2011, die nie etwas mit der Villa-Hunterbunt zu tun hatte oder haben wird !!!!!!!!!! Die Aussage von Canidos entspricht nicht der Wahrheit !!!!!!!
20:39
Frau Winnenberg ist seit Jahresanfang nicht mehr für die Huta tätig.
19:46
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13:56
Na, da haben die Hunde bestimmt mehr Auslauf und Unterhaltung als zu hause. Gut zu wissen, dass es sowas gibt!
13:34
Ich kann die Villa Hundterbunt nur empfehlen. Unser kleiner Uso ist da Stammgast (der schwarze Labrador oben auf dem Bild) und LIEBT es, dahin zu gehen. Morgens gibt es kein Halten mehr und nachmittags lange Hundegesichter, wenn ich ihn wieder abhole.
Und die Menschen dort sind wirklich super lieb und erfahren im Umgang mit Hunden und stehen mir bei Fragen in der Hundeerziehung und -gesundheit immer mit Rat und Tat zur Seite.
Ich kann mir keinen besseren Platz für unseren kleinen Schatz vorstellen und er sich auch nicht :-)