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Fukushima

Thunfisch trägt Radioaktivität aus Fukushima nach Kalifornien

29.05.2012 | 11:35 Uhr
Thunfisch trägt Radioaktivität aus Fukushima nach Kalifornien
Strahlenbelasteter Thunfisch wurde vor den USA gefangen - die Fischen hatten Tausende Kilometer im Pazifik hinter sich.Foto: Archiv/ap

Los Angeles/Tokio.   Mehr als ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima haben Forscher in den USA den Nachweis erbracht, wie weit sich die Strahlung durch den GAU auch außerhalb Japans verbreitet. Vor der Küste Kaliforniens im Pazifik wurden Fische gefangen, die deutlich Strahlenbelastet sind.

Der Blauflossenthunfisch hat Radioaktivität aus dem japanischen Unglücksreaktor Fukushima bis vor die kalifornische Küste getragen . Die in Thunfischen vor Kalifornien gemessenen Cäsium-Werte seien zwar für den Menschen nicht bedrohlich, aber zehnmal so hoch wie noch vor einem Jahr, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Artikel in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences". Es sei das erste Mal, dass ein großer Wanderfisch Radioaktivität nachweislich über eine solche Distanz transportiert habe - fast 10.000 Kilometer.

"Wir sind offen gesagt erschrocken", sagte einer der Autoren des Artikels, Nicholas Fisher von der Stony Brook Universität in New York. Er und sein Team fingen fünf Monate nach den Naturkatastrophen in Japan 15 Thunfische vor der Küste von San Diego. Zu ihrer Überraschung fanden sie erhöhte Werte von zwei radioaktiven Substanzen: Cäsium 134 und Cäsium 137.

Eindeutige Resultate

Um auszuschließen, dass die Radioaktivität mit der Strömung vor die US-Küste gelangte, analysierten die Wissenschaftler auch Gelbflossenthunfische aus dem östlichen Pazifik und Blauflossenthunfische, die bereits vor der Atomkatastrophe nach Südkalifornien geschwommen waren. Sie fanden kein Cäsium 134 und nur eine niedrige Belastung mit Cäsium 137, das wohl von Atomtests in den 60er-Jahren stammt.

Die Resultate "sind eindeutig. Fukushima war die Quelle", sagte Ken Buesseler vom Meeresforschungsinstitut Woods Hole, der an den Untersuchungen nicht beteiligt war.

Große Fische können Substanzen abbauen

Die Forscher hatten nicht erwartet, eine radioaktive Belastung in großen Fischen zu entdecken, weil diese Tiere radioaktive Substanzen abbauen können. Der Blauthun kann bis zu drei Meter lang werden und mehr als 450 Kilogramm wiegen. Er wird besonders gern in Japan gegessen und ist dort eine teure Delikatesse. Die Belastungswerte in den getesteten Fischen liegen deutlich unter den Grenzwerten, die von der amerikanischen und der japanischen Regierung herausgegeben wurden.

Im Sommer wollen die Wissenschaftler ihre Tests mit einer größeren Anzahl Thunfischen wiederholen. Außerdem sollen Seeschildkröten, Haie und Meeresvögel getestet werden. (dapd)

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Kommentare
29.05.2012
12:56
Thunfisch trägt Radioaktivität aus Fukushima nach Kalifornien
von jcm | #2

Tja, wieder einmal wird deutlich, dass wir auf dieser Welt alle in einem Boot sitzen.

29.05.2012
12:54
Schöne, panisch klingende Naschricht!
von FernerBeobachter | #1

Natürlich muss ich jetzt Angst um mein Leben haben. und am besten alle Thunfischkonserven im Haus in Bleimatte einwickeln und in die gelte Tonne werfen... Oder??

Die Redakteure eines großen Zeitungsverlages aus dem Süden Deutschlsnds haben übrigens die komplette Meldung gebracht - inklusive der Zahlenwerte der Messergebnisse, die o.g. Forschergruppe festgestellt haben. Demnach enthät eine Portion des (mit internationalem Fangverbot belegten, weil vom Aussterben bedrohten) Thunfischs gerade mal 27 Millonstel der jährlich von jedem Deutschen aus Erdboden und kosmischer Strahlung aufgenommenen Dosis. Wie oft im Jahr esse ich Thunfisch???
Aber jetzt, da der Artikel geschrieben ist, muss jeder Raucher, der mit eingeschaltetem Handy in der Hosentasche rumläuft und mind. 1x im jahr nach Thailand jettet, endgültig Angst vor dem vorzeitigem Krebstod haben. "Sie haben Ihr Ziel erreicht", würde das Navi dazu sagen.

1 Antwort
Thunfisch trägt Radioaktivität aus Fukushima nach Kalifornien
von bleifrei | #1-1

Giftig bleibt giftig! jedes Cäsium Teilchen und auch die über 50 anderen Radioaktiven Substanzen welche in großen Mengen freigesetzt wurden und vor allem immer noch werden ( 1 China Syndrom bestätigt in Fukushima und mehrere 100m3 radioaktiv verseuchtes Wasser täglich die bei den kühlversuchen bewusst ins Meer geleitet werden) sind in der Lage einen Menschen zu töten es ist Zufall wo es landet im Körper und was es bewirkt Cs geht meist in die Schilddrüse und kann dort angereichert werden Krebs ist nur eine der folgen .
Jedes im Körper aufgenommene Aktive isotop oder Nuklid erhöht das Krankheits und Krebs -risiko
Nur über die Grenze zwischen Tödlicher Dosis und glückspiel sind sich die Akademiker nicht einig
Den eins von diesen Teilchen kann schon tödlich sein wenn auch sehr unwahrscheinlich
Je mehr es sind in der Umwelt also je schlechter die Chancen nicht krank zu werden
Fairwinds mal goggeln oder agreenroad blogg

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