Thomas Gottschalk - eine Showlegende auf dem Weg nach unten
15.09.2012 | 16:22 Uhr 2012-09-15T16:22:00+0200
Berlin. Die Zeiten, wo der Beifall für Thomas Gottschalk nicht enden wollte, sind längst vorbei. Beim Casting für das „Supertalent“ ist der Applaus brav. Obendrein hat der ehemalige ZDF-Star in der RTL-Show seine Rolle noch nicht gefunden. Ein Besuch bei den Aufzeichnungen für das "Supertalent".
Früher wollte der Applaus nicht enden, wenn Thomas Gottschalk auf die Bühne kam. Und selbst wenn Weltstars zu Gast waren, blieb der Gastgeber im Mittelpunkt. Früher ist nur neun Monate her.
Dann sitzen sie da hinter ihrem Pult und umrahmen Michelle Hunziker. Mittlerweile machen sie Scherze über Gottschalk, noch bevor die Aufzeichnung für das "Supertalent" beginnt. „Klatschen Sie vielleicht nicht alle“, bittet Daniel Hartwich die 3000 Besucher im Berliner Tempodrom schon mal und spielt auf das ARD-Vorabenddebakel des neuen Jurors an. „Denn so viele Zuschauer auf einem Haufen ist der gar nicht mehr gewohnt.“ Applaudiert wird kurz darauf zwar trotzdem. Aber nur kurz. Und viel weniger als bei Dieter Bohlen, der kurz danach die Bühne betritt.
Gottschalk ist der Gentleman der Supertalent-Jury
Die hat sich an diesem Tag in ein Kleid gezwängt, das ihr genauso den Atem raubt, wie den männlichen Besuchern. Sie ist die Schöne, Bohlen ist das Biest. Was Gottschalk ist, bleibt unklar. Zumindest ist er nicht mehr der Star der Show, bei der sich dieses Mal angeblich mehr als 44.000 Menschen beworben haben.
„Nicht ganz so schön“ findet die stets freundliche Hunziker ihre Auftritte. „Den Gentleman der Jury“, nennt ihn „Supertalent“-Regisseur Volker Weicker und behauptet, Gottschalk hebe das „Niveau“ der Show. Davon ist bei dieser Aufzeichnung wenig zu merken. Natürlich treten ein, zwei Menschen auf, die nicht komplett talentfrei sind. Und niemand ist gekommen, der mit seinen Geschlechtsteilen Bilder malt oder Piano spielt. Aber noch immer gibt es Sänger, die nicht singen und Tänzer, die nicht tanzen können.
Für Bohlen dagegen ist das „gar nix“ oder auch mal „richtig Scheiße“. Dann ärgert sich Gottschalk, wie er selbst zugibt. „Was Dieter sagt, ist meistens richtig“, findet der ehemalige Wetten, dass…?-Moderator, „wie er es sagt, ist manchmal das Problem.“ Bei Gottschalk ist es derzeit genau umgekehrt.
Er will niemandem weh tun, aber auch keinen Untalentierten weiterlassen. So schwadroniert er weitgehend witzfrei um den heißen Brei herum, und nur selten blitzt die alte Schlagfertigkeit auf. Ja, es ist ihm nicht einmal peinlich, Tüten voller Gummibärchen in die Zuschauer zu werfen, um Sympathie zu gewinnen. Bis dann Bohlen ein Machtwort spricht. „Ja oder nein. Sag was.“
RTL will mit Gottschalk die Quoten stabilisieren
Warum RTL die Showlegende engagiert hat, ist klar. Er soll die zuletzt schwächelnden Quoten stabilisieren, vielleicht sogar steigen lassen. Warum aber Gottschalk ausgerechnet in eine jener Shows einsteigt, die er jahrelang immer wieder heftig kritisiert hat, bleibt rätselhaft.
Ein Showsöldner, der nicht aufhören kann, obwohl er seinen Zenit überschritten hat. Geld braucht er nicht, Ruhm gibt es hier nicht. „Warum soll ich nicht in ein Mikrofon quatschen, solange man mir eins hinhält?“, sagt Gottschalk darauf nur und klingt dabei wie ein Fußballer, der jahrelang für Dortmund spielte und nun „Auf Schalke“ wechselt, nachdem er in Bielefeld rausgeflogen ist. Genau wie die Sendung, für die er jetzt im Einsatz ist.
Denn das größte Problem der immer aufwändiger inszenierten Talentsuche kann auch ein Thomas Gottschalk nicht lösen. In der mittlerweile sechsten Staffel wird es immer schwieriger, noch etwas Überraschendes zu bieten. „Nett, aber das habe ich“, stöhnt Dauerjuror Bohlen nach Vorführungen gerne, „schon hundert Mal gesehen.“
Das Dumme ist: die Zuschauer auch.

14:09
TG hat seine besten Zeiten schon sehr lange hinter sich.... Bekanntermaßen stellen das krankhafte Selbstdarsteller niemals für sich selbst fest, sondern entnehmen solche Feststellungen meistens nur der gängigen Presse. Aber auch dann hat es auf sie keine Wirkung. Es fehlt ihnen schlicht weg an der Fähigkeit, sich selbst in Raum und Zeit sowie ihre Wirkung auf andere objektiv richtig einzuordnen. Sie können eigentlich nur durch gute Freunde vor solch selbstschädigem Verhalten bewahrt werden. Und wie im richtigen Leben so zeigt sich auch bei TG, daß es ihm an solchen Freunden mangelt. Vielleicht hat er aber auch nie wahre Freunde gehabt ... .... TG tut mir leid - aber jeder ist auch für sich selbst verantwortlich. Sein Abstieg wird noch lange die Gazetten füllen ..... nur er selbst kann den absoluten Schlußpunkt setzten!
11:21
Wer sagt, wo unten ist? Ist ein schunkelnder Andy Borg, die X-te Wiederholung von Fluch der Karibik oder ein nach einfachem Schema umgesetzter Billigkrimi etwa oben? Ich habe mir die Sendung auf RTL nicht angeschaut, aber diese Zeitung beschreibt inzwischen jede Sendung und jeden Moderator als ganz unten.
08:22
Suchen die da nicht Talente? Vielleicht finden sie bei Herrn Gottschalk am Ende auch noch so was wie Talent für irgendwas.
Schon möglich, dass man ihn irgendwann zum lästigsten Staubsaugervertreter Deutschlands kürt, wer weiß...so ein Staubsaugervertreter muss vor allem die Gabe haben, dass man ihn nicht so leicht wieder los wird. Und die hat Herr Gottschalk ja nun im letzten Jahr eindrucksvoll bewiesen!
23:01
Thomas Gottschalk hat mich in den 1980ern wunderbar unterhalten.
Damals, als es nur drei Programme gab und Fernsehen scheinbar nur für Senioren gemacht wurde, war Gottschlalk anders.
Auch seine Late Night Nummer, seinerzeit auf RTL, habe ich mir regelmäßig angesehen.
Ich frage mich aber, welche Berater ihn umgeben.
Sein jugendliches Publikum von früher ist, so wie ich, heute jenseits der 40.
Die "Berufsjugendlichen -Attitüde" kommt bei uns nicht mehr an, wir sind inzwischen erwachsen geworden.
Bei den heute 20 jährigen erntet der 62 jährige"Opa" wohl auch nur verständnisloses Kopfschütteln, "das ist doch der von Wetten dass".
Gottschalk hat seine Zielgruppe aus den Augen verloren.
Eine "Retro-Show" mit Themen, Gästen, und Musik, die UNS (80er Jahre Jugend) betreffen und interessieren, das wäre vielleicht noch was.
Der Selbstdarsteller war doch eh überbewertet!Und Gummibärchen machen auf Dauer auch die Birne weich...(-:
22:37
Wer sagt eigentlich was unten ist ?
22:01
Die Beschreibung seines Abstiegss gefällt mi: BVB - Bielefeld - Schlakke05 :-)
Hauptschule nach Klasse 8 abgebrochen? So viele Fehler in nur einer Zeile, und dazu noch null Beitrag zum Thema. Wow!
21:28
Folgerichtig wäre die nächste Station: Dschungelcamp.
19:58
Wer "moralisiert" denn hier? Bitte noch mal im Duden nachschlagen.
Gottschalk war die Nr.1 bei den öffentlich-rechtlichen.
Jetzt ist er bei RTL die Nr.2 unter Bohlen.
Das ist ein Abstieg, der nur noch durch das Dschungelcamp überboten werden könnte.
Von daher ist auch der Vergleich mit Harald Schmidt ( #5) daneben. Harald Schmidt macht einfach sein Ding, egal wer zuguckt. Schon zu seinen (quotenmäßig) besseren Zeiten, hatte er kein Problem damit, sein Publikum mit Witzen.z.b. über Schriftsteller, die aus dem Publikum kaum einer kannte, zu vergraulen oder mit einem Musiker über Dominantseptimakkorde zu dirkutieren.
Dagegen rennt Gottschalk dem Publikum mit hängender Zunge hinterher. Warum hat er keine Freunde, die ihn davon abhalten?
19:52
nicht auf dem Weg nach unten! Nein!
Weiter unten geht nicht mehr!
Man sollte aufhören wenn es am schönsten ist! Aber das hat er nicht begriffen!
Harals Schmidt ist auch so einer! Der schaltet sich doch nur noch selber ein!
Wie soll das bei einer Live-Sendung denn möglich sein?
19:00
das sagt der wirklich? Und dann lassen die diese Fußgängerzonenpfeife vom letzten Jahr gewinnen? Wie passt das denn???