The Who: Reise in die Vergangenheit einer großen Rockband
20.06.2007 | 09:01 Uhr 2007-06-20T09:01:44+0200Oberhausen. Harte Riffs peitschen: "I Can't Explain". Die erste Single von The Who markiert den Auftakt einer über zweistündigen Reise in die Vergangenheit einer der ganz großen Rockbands in der Arena von Oberhausen.
1965 fing alles an. Doch nur zwei aus den wilden Anfangsjahren der britischen Kultband haben überlebt. Drummer Keith Moon starb schon 1978 an einer Überdosis von Beruhigungsmittel, Bassist John Entwistle 2002 mit Kokain im Blut an Herzversagen.
Pete Townshend und Roger Daltrey aber touren weiter. Mit frischen Kräften in ihren Reihen - wie dem Schlagzeuger Zak Starkey, Sohn von Beatles-Ringo.
Zu hören gibt es am Dienstag in der mit rund 8000 Fans gefüllten Oberhausener Arena etwas aus den 60ern, vieles aus den 70ern Jahren und natürlich auch aus dem ersten neuen Album nach 24 Jahren mit dem Titel "Endless Wire".
Eine große Bühnenshow zelebrieren die Briten zu ih-rer Musik nicht. Aber auf einer Riesenleinwand flackern Szenen aus dem Spielfilm "Quadrophenia", blaue Augen, die zu Prismen werden oder der gute Elvis Presley, der Roger Daltrey sehr inspiriert hat, wie der The Who-Frontmann kundtut.
Die Fans lauschen gebannt, als das Duo Pete und Roger "A Man In a Purple Dress" vom neuen Alben anstimmt, ganz akustisch, ganz innerlich. Und sie jubeln laut los, als The Who danach mit Aggressivität in die große Hitkiste langen.
Natürlich erklingen auch die ganz großen Hits wie "My Generation" und "Won't Get Fooled Again", natürlich auch "Pinball Wizard", in einer ausufernden, betörenden Lang-Version. Hier kann Pete Townshend zeigen, was Rock-gitarre spielen bedeutet - und Roger Daltrey einmal mehr die kraftvoll-raue Rockröhre beim Singen auspacken. Großartig!
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