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Todesstrafe

Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze

24.09.2010 | 06:53 Uhr

Jerratt . Erstmals seit fünf Jahren ist in den USA wieder eine Frau hingerichtet worden. Die wegen Doppelmordes verurteilte Teresa Lewis wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) im US-Staat Virginia mit einer Giftspritze getötet.

Der Gouverneur des US-Staats Virginia, Bob McDonnell, hatte zuvor ein Gnadengesuch Lewis“ abgelehnt. Insgesamt gab es über 7300 Appelle, die Hinrichtung zu stoppen. Die letzte Hinrichtung einer Frau in Virginia ist fast 100 Jahre her. Vor dem Greensville-Gefängnis demonstrierten rund 30 Menschen gegen die Todesstrafe und beteten für Lewis. Die Hinrichtung war besonders umstritten, da der Intelligenzquotient der 41-jährigen Großmutter nur knapp über dem Wert lag, ab dem Straftäter als geistig behindert gelten und nicht hingerichtet werden dürfen.

Teresa Lewis starb durch die Giftspritze, nachdem ein letztes Gnadengesuch abgelehnt wurde. Foto: afp

Lewis’ Stieftochter verfolgte ebenso wie Angehörige der Opfer die Hinrichtung von einem Nebenraum aus. „Ich will, dass Kathy weiß, dass ich sie liebe und es mir sehr leid tut“, sagte die Todeskandidatin, kurz bevor ihr der tödlich Cocktail verabreicht wurde. Lewis bekannte sich 2003 schuldig, im Jahr zuvor den Mord an ihrem Ehemann und ihrem Stiefsohn in Auftrag gegeben zu haben, um an die Lebensversicherungspolice im Wert von 250 000 Dollar, umgerechnet 191 000 Euro, zu kommen. Die heute 41-Jährige habe durch sexuelle Gefälligkeiten und Manipulation zwei 19 und 22 Jahre alte Männer davon überzeugt, die Morde zu begehen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Täter wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

Lewis“ Anwalt, James E. Rocap, hatte angeführt, dass die Strafe im Lichte neuer Erkenntnisse zu hart sei. Seine Klientin verfüge über einen Intelligenzquotienten, der an der Schwelle zur geistigen Behinderung liege. Einer der Schützen habe später zugegeben, Lewis manipuliert zu haben, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. “Wenn sie nicht der geistige Urheber des Verbrechens war - und mittlerweile ist klar, dass sie das nicht war - ist es sehr ungerecht, sie zum Tode zu verurteilen, während die beiden Schützen mit lebenslangen Haftstrafen davonkamen“, schrieb Rocap an den Gouverneur. Der Täter, den Rocap als geistigen Vater der Tat bezeichnet, nahm sich 2006 im Gefängnis das Leben.

Der US-Supreme Court hatte das Todesurteil gegen die Frau am Dienstag bestätigt. Die letzte Hinrichtung einer Frau in den USA fand im Jahr 2005 im US-Staat Texas statt. Die letzte Hinrichtung einer Frau im Staat Virginia erfolgte im Jahr 1912. Virginia ist nach Texas der US-Bundesstaat, in dem die Todesstrafe seit ihrer Wiedereinführung in den USA im Jahr 1976 am häufigsten vollstreckt wurde. Unter den über 1200 seit der Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 in den USA hingerichteten Straftätern befanden sich nur elf Frauen. Von den über 3200 Insassen der Todestrakte in US-Gefängnissen sind nur 53 Frauen. (afp/dapd)

DerWesten


Kommentare
24.09.2010
14:02
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von MSP | #37

Korintenkacker wie ich weiss wie können sich ja, eben wegen ihres Superhirns, erfolglos um die Greencard bewerben.

24.09.2010
12:53
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #36

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.09.2010
12:50
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von Otto99 | #35

#34

Also hat er nichts zu befürchten!

24.09.2010
12:42
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von Chris44nrw | #34

@33

Das setzt natürlich mindestens Ihre Intelligenz und Reife voraus.

24.09.2010
12:13
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von ichweisswie | #33

Ohne Aktion keine Reaktion. Ohne ihre Geldgier würde sie jetzt noch leben. Ganz einfach. Wenn ich die Rechte anderer nicht beachte habe ich meine Rechte auch verwirkt. Ende.

24.09.2010
11:39
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von Chris44nrw | #32

Hier wird noch ein wichtiger Punkt außer Acht gelassen. Das geistige Niveau der Frau. Aber das Volk hat ja auch bei der Hinrichtung von Minderjährigen keine Probleme.

24.09.2010
11:25
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von grumbler | #31

Allen die hier für die Todesstrafe sind, sei doch mal auf eine Sache hingewiesen. Warum wird die Frau vom Staat getötet, wenn die Täter die die Morde begangen haben, mit einer lebenslangen Strafe davon kommen?

Wenn man also den oder die Mörder bestrafen möchte, dann alle und nicht nur einen und die anderen dürfen leben.

24.09.2010
11:24
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von Tom009 | #30

tja
warum sind dann die eigendlichen mörder mit lebenslangen haftstrafen bedacht worden????
warum wurden diese nicht auch zum tode verurteilt???

und das ist das was die leute nicht verstehen!!!

was ist schlimmer
anstiftung zum mord

oder

morden ?????

ich würde sagen die tat ausführung.

hier liegt der eigendliche knackpunkt.

24.09.2010
11:16
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von ProTodesstrafe | #29

#28: Ich sehe niemanden, der die Todesstrafe als geil empfindet.

#20: Ich kann %-Rechnung. Richtig wäre gewesen, dass 5% der zum Tode verurteilten unschuldig sind. Aber so wie es da steht, ist es falsch.

24.09.2010
11:02
Teresa Lewis stirbt durch Giftspritze
von FernerBeobachter | #28

Wessen IQ gerade dazu reicht, die Todesstrafe als geil zu empfinden, darf seine Koffer packen. Weder brauchen, noch wollen wir in Deutschland irgendwelche Radikalisnkies. Zieht um zu denen auf der anderen Teichseite, die im großen und Ganzen zwar so ähnlich aussehen wie wir, es aber im Kopf nicht sind.
Zurück zum Urteil: Wenn die Frau sich des Mordes schuldig gemacht hat, dann gehört sie dafür bestraft. Punkt. In diesem Fall hat sie den Mord beauftragt und ist nach meinem Rechtsverständnis exakt genauso schuldig wie der Ausführende. Also sollte Sie auch exakt genauso bestraft werden. In dem Falle: Lebenslängig bis zum Ableben in rustikaler Atmosphäre und Urnendepot auf dem Gefängnisfriedhof.
Die Todesstrafe hat früher keine Morde oder sonstige Verbrechen verhindert. Im Gegenteil, ich erinnere mich an eine Diskussion in England zum Zeitpunkt der Abschaffung deren Todesstrafe, als man argumentierte, dass Terroristen (in diesem Falle die der IRA) sich niemals der Polizei ergeben würden, weil sie dank existierender und angewendeter Todesstrafe keine Überlebenschance hätten und deshalb in jedem Falle versuchen würden, bei Ihrer Verhaftung bis zur letzten Kugel zu kämpfen. Nur im Wilden Westen gilt anscheinend noch das Gesetz der Colts und Cowboys.

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