Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Naturkatastrophe

Tausende flüchten vor Überschwemmungen in Indonesien

17.01.2013 | 16:50 Uhr
Tausende flüchten vor Überschwemmungen in Indonesien
Die Straßen der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind unpassierbar. Mehr als 19.000 Menschen mussten ihre Häuser auf der Flucht vor den Fluten verlassen.Foto: getty

Jakarta.  Tausende Wohnhäuser standen unter Wasser, der Verkehr brach zusammen - Die indonesische Hauptstadt Jakarta ist im "Belagerungszustand". Meterhohe Überschwemmungen haben das öffentliche Leben in der 20-Millionen-Einwohner-Metropole zum Stillstand gebracht.

Meterhohe Überschwemmungen haben das öffentliche Leben in der indonesischen Hauptstadt Jakarta am Donnerstag zum Stillstand gebracht. Die Stadt sei "im Belagerungszustand", sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. Die Lage könne sich angesichts anhaltender Monsun-Regenfälle noch verschlimmern.

Straßen waren unpassierbar, tausende Wohnhäuser standen unter Wasser, der Verkehr in der 20-Millionen-Einwohner-Metropole brach zusammen. Mehr als 19.000 Menschen mussten ihre Häuser auf der Flucht vor den Fluten verlassen. Mindestens zwei Menschen starben.

"Jakarta ist ein einziger Swimming-Pool"

Autofahrer standen am Donnerstag stundenlang im Stau, Radfahrer schoben ihre Räder durch das hüfthoch stehende schlammige Wasser. Im Stadtzentrum waren Luxushotels und die Botschaften Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens von den Fluten eingeschlossen. Um den Wassermassen zu entgehen, fuhren Autofahrer über Bürgersteige und auf Mittelstreifen. In manchen Stadtteilen steuerten Kinder Flöße durch die Straßen, die eher Kanälen ähnelten.

"Jakarta ist ein einziger Swimming-Pool", sagte die Verwaltungsangestellte Yohanna. "Ich habe keine Ahnung, wie ich nach Hause kommen soll. Wahrscheinlich muss ich drei Stunden zu Fuß gehen."

Präsident Susilo Bambang Yudhoyono zeigte sich mit hochgerollten Hosenbeinen bis zu den Waden im braunen Wasser im Garten seiner Residenz stehend. Er hoffe, dass nicht noch mehr Todesopfer zu beklagen seien, sagte er. Er habe Militär und Polizei sowie den Katastrophenschutz angewiesen, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen.

Indonesien wird während der knapp halbjährigen Regenzeit immer wieder von tödlichen Fluten und Erdrutschen heimgesucht. In Jakarta leben viele Menschen in der Nähe von Flüssen, die regelmäßig über die Ufer treten. (afp)



Kommentare
17.01.2013
19:01
Tausende flüchten vor Überschwemmungen in Indonesien
von Optio | #1

Da wollten die Holländer wohl nicht nur in ihrem Heimatland bis zu 7 Meter unter dem Meeresspiegel wohnen. In Indonesien haben sie ebenfalls Städte unterhalb des Meeresspiegels angelegt.

Aus dem Ressort
Hitler-Aquarell erzielt bei Versteigerung 130.000 Euro
Hitler-Aquarell
Für 130.000 Euro ist ein von Adolf Hitler gemaltes Aquarell am Samstag in Nürnberg von einem anonymen Käufer ersteigert worden. Das Bild gehe vermutlich in den Nahen Osten, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses. Insgesamt zwölf Interessenten hätten bei der Versteigerung mit geboten.
Verband plant wegen E-Zigaretten-Warnung Millionenklage
Klage
Weil das NRW-Gesundheitsministerium vor E-Zigaretten gewarnt hatte, will der Verband des E-Zigarettenhandels die Landesregierung auf 90 Millionen Euro Schadenersatz verklagen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte entschieden, dass die Flüssigkeiten für E-Zigaretten weiter frei verkauft werden dürfen.
Partygast schießt und verletzt 11 Menschen in Athener Lokal
Schießerei
Ein Mann hat in einem Nachtlokal in der griechischen Hafenstadt Piräus um sich geschossen und elf Menschen verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden drei der Opfer schwer verletzt. Das Motiv für die Schüsse war zunächst völlig unklar. Der mutmaßliche Täter ist laut Medienberichten polizeibekannt.
UN-Generalsekretär sieht Chancen zum Sieg über Ebola
Panorama
Ban Ki Moon sieht einen Hoffnungsschimmer - wenn die internationale Gemeinschaft den Kampf gegen Ebola verstärkt. Dann könnte die Krankheit möglicherweise bis Mitte kommenden Jahres eingedämmt zu werden. Die WHO warnt vor einer weiter großen Ansteckungsgefahr auch für Hilfskräfte.
Christmas-Song von „Band Aid 30“ - wohltätiges Fremdschämen
Ebola-Hilfe
30 Jahre nach Erscheinen von „Do They Know It's Christmas“ hat Bob Geldof eine Neuaufnahme des Songs in Auftrag gegeben, um Spenden im Kampf gegen Ebola zu sammeln. Campino (Toten Hosen) trommelte nationale Künstler für eine deutsche Version des Titels zusammen. Über den Text lässt sich streiten.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?