Liegt Timo Kraus in der Elbe? Jetzt suchen Taucher nach dem HSV-Mitarbeiter

Ein Spürhund hat in der Nähe der Landungsbrücke an der Elbe die Witterung von Timo Kraus aufgenommen.
Ein Spürhund hat in der Nähe der Landungsbrücke an der Elbe die Witterung von Timo Kraus aufgenommen.
Foto: Daniel Reinhardt / dpa
Die Polizei vermutet, der vermisste HSV-Mitarbeiter Timo Kraus könnte in die Elbe gefallen sein. Nun sollen Taucher eingesetzt werden.

Hamburg.  Die Polizei hat eine erste Spur bei der Suche nach dem vermissten Mitarbeiter des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV gefunden. Ein Personenspürhund konnte am Dienstag in der Nähe der Landungsbrücken an der Elbe die Witterung des Merchandising-Chefs Timo Kraus aufnehmen, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

„Unter Würdigung der Gesamtumstände wird es damit für die Polizei wahrscheinlicher, dass der 44-Jährige in der Nacht zum 8. Januar bei Nebel und Eisglätte von dem Ponton der Brücke 1 in die Elbe gestürzt sein könnte. Die Polizei plant nun, den Bereich unterhalb des Pontons mit Tauchern abzusuchen, sobald die Strömungs- und Witterungsverhältnisse es zulassen“. Wann genau das erfolgen kann, steht noch nicht fest.

Ermittler suchen weiterhin nach Taxifahrer

Kraus hatte am vergangenen Samstag mit Kollegen in einem Brauhaus an den Landungsbrücken gefeiert und soll anschließend von Mitarbeitern in ein Taxi gesetzt worden sein. Die großen Taxi-Unternehmen konnten eine Fahrt in Kraus' Heimatort Buchholz zu dem Zeitpunkt jedoch nicht bestätigen.

Der Leiter der Suchmaßnahmen, Kriminalhauptkommissar Jürgen Schubbert, appellierte an die Fahrer: „In Hamburg sind rund 6000 Taxifahrer registriert, die alle einen guten Job machen. Es kann doch nicht sein, dass sich ein Fahrer, der dringend als Zeuge gesucht wird, nicht meldet. Haben Kollegen von ihm vielleicht gehört, wer dieser Fahrer sein soll?“. (dpa)