Sturz vor Hotel: Klage auf 37 Millionen Euro Schadenersatz

Ein Mann (hier ein Symbolbild) stürzte vor einem Berliner Hotel, verpasste einen wichtigen Geschäftstermin und klagt nun.
Ein Mann (hier ein Symbolbild) stürzte vor einem Berliner Hotel, verpasste einen wichtigen Geschäftstermin und klagt nun.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Nach einem Sturz bei Glatteis hat ein Berliner ein Hotel auf 37 Millionen Euro Schmerzensgeld geklagt. Das Hotel antwortet mit einer Widerklage.

Berlin.. Ein Berliner hat Medienberichten zufolge ein Hotel auf 37 Millionen Euro Schadenersatz verklagt, nachdem er bei Eisglätte vor dem Haus ausgerutscht ist. Das Landgericht Berlin bestätigte am Dienstag den Verhandlungsbeginn. Zur Summe und zur Aussicht auf Erfolg gab es zunächst keine Angaben. Der Fall soll dem Gericht zufolge am 7. Juli fortgesetzt werden (Az.: 10O211/14).

Zuvor hatten die Zeitungen "B.Z." und "Bild" darüber berichtet. Der Mann war im Januar 2014 bei Glätte vor dem Hotel in Berlin gestürzt. Den Berichten zufolge brach er sich das Bein so unglücklich, dass er mehrfach operiert werden musste.

Prozess Das Hotel wollte sich zum laufenden Verfahren nicht äußern. Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin wehrt sich das Hotel mit einer sogenannten Widerklage in Millionenhöhe gegen die Forderungen. Damit wolle es feststellen lassen, dass dem Berliner kein Schadenersatz zustehe. Zu den Erfolgsaussichten des Gestürzten konnte die Gerichtssprecherin keine Angaben machen - die hängen ihr zufolge vom Einzelfall ab.

Verpasster Geschäftstermin als Grund für die Höhe der Summe

Die 37 Millionen Euro erklärte der Berliner den Zeitungen mit einem verpassten Geschäftstermin. "Es ging um ein Großbauprojekt in Südostasien", sagte er der "B.Z.". Weil er das Projekt später nur zu schlechteren Konditionen habe abwickeln können, habe er einen entsprechenden Verlust gemacht. (dpa)