Sturmflut in Hamburg, Hochwasser und Schnee andernorts

Stürmisches Wetter an der Küste: Am Fähranleger im nordfriesischen Dagebüll schlugen die Wellen in der Nacht zu Samstag meterhoch.
Stürmisches Wetter an der Küste: Am Fähranleger im nordfriesischen Dagebüll schlugen die Wellen in der Nacht zu Samstag meterhoch.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der stürmische Start ins Jahr hält die Feuerwehr Hamburg auf Trab. Anderswo ist es glatt: Bei einem Unfall in Mecklenburg-Vorpommern starb eine Frau.

Hamburg/Rostock.. Das neue Jahr hat stürmisch, glatt und feucht begonnen. Eine Sturmflut überschwemmte in der Nacht zum Samstag den Fischmarkt im Hamburger Stadtteil St. Pauli, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte. In Baden-Württemberg erwartete die Hochwasservorhersagezentrale wegen der Schneeschmelze und angekündigten Niederschlags deutlich steigende Wasserstände.

In Mecklenburg-Vorpommern kam auf der glatten Fahrbahn der A20 bei Rostock eine 23 Jahre alte Autofahrerin ums Leben. Ein anderer Wagen war auf ihr Fahrzeug geprallt, das bereits wegen eines vorherigen Unfalls auf dem Standstreifen stand.

Heftige Schneefälle haben am Samstag in Teilen von Rheinland-Pfalz den Verkehr behindert. Betroffen war vor allem die Eifel. Die Autobahn 1 wurde zwischen Wittlich und Manderscheid komplett gesperrt. "Da geht gar nichts mehr", sagte ein Polizeisprecher in Trier. "Frau Holle gibt alles." Die Autobahnmeisterei sei im Einsatz, komme aber kaum durch. Die Straßen in den Höhenlagen von Eifel und Hunsrück seien wegen aktueller Schneefälle schwer passierbar. "Selbst in Trier schneit es, wie man es sonst nur aus den Bergen kennt", ergänzte er. Es habe auch einige Unfälle gegeben, sie seien aber glimpflich ausgegangen.

Anleger in Dagebüll überflutet

In Norddeutschland blieb die nächtliche Sturmflut ohne größere Folgen. In Dagebüll (Nordfriesland) schlugen meterhohe Wellen an Bauten des Fähranlegers. Der Parkplatz wurde überflutet.

Glätteunfälle gab es in Mecklenburg-Vorpommern neben dem tödlichen noch weitere: So überschlug sich bei Schnee- und Graupelschauern beispielsweise auf der A19 am Freitagabend nördlich von Malchow ein Auto. Der 26-jährige Beifahrer wurde schwer verletzt.

Auch wenn die weiße Pracht in vielen Wintersportgebieten wegen des milderen Wetter arg gelitten hat, genossen viele Menschen am Wochenende den Winter. So war etwa sowohl im nordhessischen Willingen als auch auf der Wasserkuppe in der Rhön am Samstag viel los. "Es sind alle Lifte im Betrieb", hieß es auf der Wasserkuppe. Dort lagen noch 14 Zentimeter Schnee, der allerdings gefroren war. Zudem trübte sehr dichter Nebel das Vergnügen. (dpa)