Studie zu Missbrauch in Kirche vorerst gescheitert
09.01.2013 | 09:28 Uhr 2013-01-09T09:28:19+0100
München/Bonn. Kriminologe Christian Pfeiffer spricht von Zensur, die Bischofskonferenz von einem "zerrütteten Vertrauensverhältnis": Die Studie zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche ist vorerst gescheitert. Pfeiffer, dessen Institut mit der Untersuchung beauftragt war, wirft der Kirche vor, Einfluss nehmen zu wollen.
Das Forschungsprojekt zur Untersuchung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ist vorerst gescheitert. Wie die Deutsche Bischofskonferenz am Mittwochmorgen erklärte, wurde der Vertrag mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) "aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung" gekündigt. Die Kirche suche nun einen "anderen Vertragspartner" für die Fortsetzung des Projekts.
Die "Süddeutsche Zeitung" zitierte in ihrer Mittwochsausgabe den Direktor des KFN, Christian Pfeiffer, der schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche erhob. Das Projekt sei "an den Zensur- und Kontrollwünschen der Kirche gescheitert". Entgegen der ursprünglichen Vereinbarung habe die Kirche darauf beharrt, über die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse sowie über die Auswahl der beteiligten Mitarbeiter mitbestimmen zu dürfen.
Pfeiffer ruft Betroffene auf, sich freiwillig zu melden
Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und das Forschungsinstitut hatten im Juli 2011 das Projekt vertraglich vereinbart. Laut KFN war es als weltweit umfassendste Untersuchung zu dem Thema angelegt. Akten aller Diözesen sollten teilweise seit Kriegsende auf Missbrauchsfälle untersucht und sämtliche Opfer schriftlich befragt werden. Zudem waren Interviews mit Opfern und Tätern geplant.
Die Deutsche Bischofskonferenz hatte angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen zu beenden. Das Institut war mit der Aufarbeitung des Skandals beauftragt. Kirchenrechtler werten dies als Signal für eine tiefe Spaltung der Bischofskonferenz.
Der Zeitung zufolge forderte der VDD Änderungen an den Vereinbarungen, wonach die Kirche letztlich darüber hätte bestimmen können, ob die Ergebnisse veröffentlicht oder nie bekannt werden. Pfeiffer sagte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin", dies sei für einen Doktoranden "inakzeptabel". Er rief die mutmaßlichen Missbrauchsopfer zudem auf, sich nun freiwillig zu melden, um das Projekt fortführen zu können. Dazu sollten entsprechende Fragebögen verschickt werden.
Die Bischofskonferenz sprach von einem "zerrütteten" Vertrauensverhältnis zwischen Pfeiffer und den deutschen Bischöfen. Dessen Kommunikationsverhalten gegenüber der Kirche habe eine "weitere konstruktive Zusammenarbeit" verhindert. (afp)

09:10
Aufklärung??? Peiffer??? noch Fagen????
15:14
an PetPaulsen | #8
das habe ich so nicht geschrieben - ich habe geschrieben, das mir die kath. Christen leid tun. Natürlich kommt Missbrauch in allen Religionen vor, nur die katholische Amtskirche verhält sich (im Moment) alleine so erbärmlich. Und ich meinte, dass ein kath. Christ, der die Lehre Christis ernst nimmt deshalb schon leidet bzw leiden müsste.
K.J.Schmitz#7
Sie schrieben "Widerlich diese verlogene Bande und es ist schade um die kath. Christen, die versuchen nach Christi Lehre zuleben."
Ich antwortete "wenn Sie denken, das kommt nur bei den kath. Christen vor sind Sie wohl im Irrtum.
Meiner Ansicht nach, zieht sich dies durch alle Religionen mit Ihren unterschiedlichsten Glaubensansichtsrichtungen."
Daraus geht doch hervor, das ich alle Gläubigen meinte.
Wenn jemand die Lehre Christ ernst nimmt und danach leben will/möchte frage ich mich, warum leidet er, wenn sich seine Instution vor einer Verantwortung drückt. Es gibt genug andere Gemeinschaften die sich die Lehre Christi auf die Fahne geschrieben haben. Er kann doch konvertieren? Niemand wird gezuwungen kath. zu sein.
13:01
Wieso vorerst?
An einer unabhängigen Aufarbeitung ohne Zensurmöglichkeit ist die Kirche nicht interessiert.
Wie kann man nur erwarten das diese Institution offen zu ihren Taten steht (zu ihren kriminellen Mitarbeitern).
In dieser Kirche scheint Gott nur ein Pappkamerad zu sein den man für Werbezwecke braucht.
Christliche Werte fordert man nur bei den Anderen ein.
12:42
Was müssen die doch für Angst haben!
So wird der Auftrag zur Aufklärung zu einer Alibiveranstaltung nach dem Motto "Wasch mich, aber mach mich nicht nass".
12:42
Ihr Geistlichen, macht euch nix draus, manch Videogamer hat mit Herrn Pfeiffer auch auch zerrüttetes Vertrauensverhältnis. Aber ihr zeigt damit ganz deutlich, das ihr was zu verstecken habt. Und....ihr seid auch nur Menschen. Gefesselt im christlichen Glauben. Ihr tut euch damit keinen Gefallen, Aufklärung nach eurem Gutdünken zu fabrizieren. Es kommt ohnehin raus, dauert halt nur länger.
12:09
@7
wenn Sie denken, das kommt nur bei den kath. Christen vor sind Sie wohl im Irrtum.
Meiner Ansicht nach, zieht sich dies durch alle Religionen mit Ihren unterschiedlichsten Glaubensansichtsrichtungen.
11:52
da haben sie recht seidenpfote - ich jedenfalls bin froh nach Mixxa meinen Austritt erklärt zu haben.
Widerlich diese verlogene Bande und es ist schade um die kath. Christen, die versuchen nach Christi Lehre zuleben.
11:35
Da ist dann doch zu viel gefunden worden.
Durch dieses verhalten wird der Verein Kirche sicher wieder einige Mitglieder verlieren.
Schade für die Opfer, vieleicht finden sie einen weg mit ihren erleben frtig z u werden.
Ich wünsche es ihnen.
11:26
Eine Studie, die etwas aufdeckt, was der Kirche nicht in den Kram passt? Ja du lieber Gott! Wo kämen wir denn hin! Nur gut, dass das Vertrauensverhältnis zwischen dieser Organisation und den Menschen immer öfter stark zerrüttet wird.
10:15
Na wem man da wohl "glauben" soll?