Streik: Hamburger Flughafen macht die Türen dicht

Hamburg..  Gestrichene Flüge, genervte Urlauber – ein Streik des Sicherheitspersonals an drei deutschen Airports beeinträchtigt den Flugverkehr. Besonders hart trifft es Hamburg: Dort kommt es zu einem Novum in der 103-jährigen Geschichte des Flughafens. Um 7.45 Uhr werden die Türen geschlossen.

Zu groß ist am Montag das Gedränge, als dass Polizei und Airport weiter die Sicherheit der Passagiere gewährleisten können. Die Eingänge werden für zwei Stunden geschlossen, schon vormittags mehr als 150 Flüge von 400 gestrichen. Tendenz steigend. Deutlich mehr als 5000 Menschen warten zu diesem Zeitpunkt an den Schaltern, sagt Flughafen-Sprecherin Stefanie Harder; „Wir hatten noch nie die Situation, dass wir die Gebäude schließen mussten wegen Überfüllung.“

Draußen warten resignierte, verzweifelte Touristen, in den Terminals 1 und 2 drängeln sich die Menschen dicht an dicht in endlos erscheinenden Schlangen. Umso erstaunlicher findet es Harder, dass die Gäste „so ruhig“ bleiben. „Alle nehmen das hin, es wird nicht rumgepöbelt, keiner ist ausgerastet“, so ein Urlauber.

Der Warnstreik der Sicherheitsleute sorgt auch am Flughafen Stuttgart für lange Warteschlangen und Dutzende Flugausfälle. Nur am dritten Streikort – Airport Hannover – sind die Auswirkungen des ganztägigen Arbeitskampfs der Gewerkschaft Verdi kaum zu spüren.