Das aktuelle Wetter NRW 1°C
Zugunglück

Spanischem Lokführer wird fahrlässige Tötung vorgeworfen

27.07.2013 | 11:47 Uhr
Bei dem Zugunglück in Spanien waren 78 Menschen ums Leben gekommen. Foto: Getty

Santiago de Compostela.  Dem Lokführer des in Spanien verunglückten Schnellzugs wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Das sagte der spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz am Samstag auf einer Pressekonferenz in Santiago de Compostela. Seit Donnerstagabend befinde sich der Mann deswegen in Polizeigewahrsam.

Der Lokführer des Unglückszuges von Galicien ist in Spanien der fahrlässigen Tötung angeklagt worden. Der 52-jährige Francisco José Garzón sei am Samstag aus dem Krankenhaus entlassen und auf die Hauptpolizeiwache im Unglücksort Santiago de Compostela gebracht worden, teilte Innenminister Jorge Fernández Díaz auf einer Pressekonferenz in Santiago weiter mit. Garzón solle bis Sonntagabend der Justiz überstellt werden, fügte der Minister an.

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Lokführer am Mittwochabend wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof von Santiago seinen Zug in einer Tempo-80-Zone aus noch unbekannten Gründen mit 190 Kilometern pro Stunde in die Katastrophe.

Wie Galiciens Regionalbehörden mitteilten, wurden beim Unfall 178 Fahrgäste verletzt. Rund 30 Menschen lagen am Samstag noch in kritischem Zustand im Krankenhaus Clinico de Santiago, wo auch der am Kopf leicht verletzte Garzón behandelt wurde. Die offizielle Trauerfeier für die 78 Todesopfer des Unglücks soll am Montag (um 19.00 MESZ) in der Kathedrale von Santiago stattfinden. (dpa/afp)

Schnellzug in Spanien entgleist

 

Kommentare
Funktionen
Aus dem Ressort
Sieben Tote bei Amoklauf im US-Bundesstaat Missouri
Amoklauf
Ein 36-Jähriger soll im US-Bundesstaat Missouri sieben Menschen erschossen haben. Der mutmaßliche Täter tötete sich später selbst.
Babys in Berlin zu Hause lassen - Ärzte-Warnung wegen Masern
Masern
Die Masern-Welle in Berlin ebbt nicht ab. Kinderärzte schlagen nun Alarm: Sie raten Eltern von Säuglingen, ihre Kinder nur zu Hause zu betreuen.
Er war "Mr. Spock" - Leonard Nimoy ist gestorben
Todesfall
Der Schauspieler Leonard Nimoy ist tot. Der Mann der "Mr. Spock" in "Star Trek" spielte, starb im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Los Angeles.
Warum die Farbe eines Kleides für Mega-Streit  im Netz sorgt
Internet
Weiß-gold oder blau-schwarz? Im Internet wird heftig über ein Kleid gestritten - auch Prominente dabei. Wer aber liegt falsch? Die Auflösung:
Früherer Rockstar Gary Glitter muss 16 Jahre hinter Gitter
Missbrauchsaffäre
Der Musiker wurde wegen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt - Glitter ist Teil eines gigantischen Skandals, der England erschüttert.
Fotos und Videos
Stars bei der 50. Goldenen Kamera
Bildgalerie
Fotostrecke
"Mr Spock" - Leonard Nimoy ist tot
Bildgalerie
Fotostrecke
Naturschauspiel - Niagarafälle vereist
Bildgalerie
Niagara-Wasserfälle
article
8241991
Spanischem Lokführer wird fahrlässige Tötung vorgeworfen
Spanischem Lokführer wird fahrlässige Tötung vorgeworfen
$description$
http://www.derwesten.de/panorama/spanischer-lokfuehrer-sagt-fruehestens-am-sonntag-aus-id8241991.html
2013-07-27 11:47
Panorama