Spaniens König kürzt sein eigenes Gehalt

Foto: imago

Madrid.. Damit bekommt das königliche Staatsoberhaupt jetzt „nur“ noch 234 000 Euro brutto im Jahr. Das ist freilich immer noch ziemlich fürstlich und liegt in etwa auf der Höhe der Gehälter anderer europäischer Staatschefs.

Das hoch verschuldete Spanien, das mit einem Haushaltsdefizit von 5,6 Prozent in 2014 das höchste Etatdefizit der EU hatte, ist zu einem strengen Sparkurs gezwungen. Die Streichaktion gilt als Schritt Felipes, um das Image der Monarchie zu verbessern. Gerne verweist das Königshaus darauf, dass Spaniens Royals mit einer offiziellen Geldzuweisung aus dem Steuersäckel von 7,8 Millionen Euro, mit denen Gehälter und Verwaltungsausgaben bestritten werden, eine kostengünstige Königsfamilie sind.

Doch laut inoffiziellen Rechnungen spanischer Medien betragen die wahren Kosten für den Hof mindestens das Zehnfache. Viele weitere Millionen fließen in den Unterhalt diverser Paläste, in eine große Fahrzeugflotte, in Sicherheit, Reisen, königliche Garde und in ein Heer dienstbarer Geister. Auch bezahle der König zwar Steuern, aber keine Sozialversicherung, keine Miete und zum Beispiel auch keine Strom- und Telefonkosten.

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