Sohn wird nach Fund von vier Toten vernommen
11.04.2009 | 15:07 Uhr 2009-04-11T15:07:00+0200Eislingen. Der 18-Jährige, der seine Eltern und seine beiden Schwestern tot in der Wohnung der Familie im baden-württembergischen Eislingen aufgefunden hat, gerät jetzt offenbar ins Visier der Ermittler. Der junge Mann, der Mitglied in einem Schützenverein ist, wird von der Polizei vernommen.
Nach dem Fund von vier erschossenen Familienmitgliedern im baden-württembergischen Eislingen gerät offenbar der 18-jährige Sohn ins Visier der Ermittler. Der junge Mann, der Mitglied in einem Schützenverein ist, hatte seine Eltern und seine zwei erwachsenen Schwestern am Karfreitagmorgen in der Wohnung der Familie tot aufgefunden. Polizeisprecher Uli Stöckle sagte am Samstag im Südwestrundfunk (SWR): «Der 18-Jährige wird von der Polizei intensivst vernommen - wie einer vernommen wird, wenn er eine so eine schreckliche Tat entdeckt.»
Er könne zwar nicht davon sprechen, dass sich ein Ermittlungsverfahren gegen den Sohn richte, sagte der Polizeisprecher. Dem 18-Jährigen würden aber sehr intime und tiefgehende Fragen gestellt. «Da müssen wir abwarten, was er für Antworten hat», sagte Stöckle.
Polizei: Keine Spuren eines Einbruchs
Im Laufe des Samstags sollten die Obduktionsergebnisse vorliegen. Die Toten waren in ihrer Maisonettewohnung in einem der Familie gehörenden Mehrfamilienhaus gefunden worden. Der Polizeisprecher sagte auch: «Wir haben noch keine Spuren, dass sich jemand gewaltsam Zutritt zu dem Haus verschafft hat.» Die Familie gelte als «gut situiert».
Der Vater wurde 57 Jahre alt, die Mutter 55 Jahre. Die beiden Schwestern starben im Alter von 24 und 22 Jahren. Die Leiche des Vaters wurde im Flur, die der Mutter im Bad aufgefunden. Die beiden jungen Frauen lagen im Dachgeschoss in einem Zimmer. Außer dem Sohn hat die Familie keine weiteren Kinder. (ddp)
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