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Skype und Co. - so funktioniert die Internet-Telefonie

27.05.2013 | 17:26 Uhr
Skype und Co. - so funktioniert die Internet-Telefonie
Mit der richtigen Technik können sich die Gegenüber bei der Internet-Telefonie auch sehen.

Essen.   Geschäftspartner in Übersee erreichen? Oder die Tochter auf Trekking-Tour in Kalifornien sprechen? Alles kein Problem mehr. Skype heißt das Programm, das Entfernungen auf ein paar Mausklicks schrumpfen lässt und den Alltag vieler Menschen verändert hat. Die wichtigsten Infos

Geschäftspartner in Übersee erreichen? Die Tochter auf Trekking-Tour in Kalifornien sprechen? Oder einfach nur der Freundin in der Nachbarstadt die neue Frisur zeigen? Alles kein Problem mehr. Skype heißt das Programm, das Entfernungen auf ein paar Mausklicks schrumpfen lässt und den Alltag vieler Menschen verändert hat. Nachfolgend die wichtigsten Infos.

Was ist Skype überhaupt?

Skype ist ein Programm für die Internet-Telefonie. Anders gesagt, es verwandelt Computer oder Tablets in Telefone, indem es die sogenannte VoIP-Technik (VoIP = Voice over Internet Protocol = Telefonieren über Computernetzwerke mittels Internet Protokoll) nutzt.

Was kann Skype?

Mit Skype können Sie nicht nur telefonieren, sondern auch Kurznachrichten (SMS), Fotos oder Dateien versenden und Chatten. Ja, Skype ermöglicht sogar Videotelefonate, bei denen die Gesprächspartner sich sehen.

Wo bekomme ich das Programm und was kostet es?

Skype gibt es auf vielen Seiten im Internet. Am besten, Sie gehen auf www.skype.com und laden es sich herunter. Es funktioniert auf allen herkömmlichen Betriebssystemen und auch auf vielen Handys. Und das Beste: Skype ist grundsätzlich kostenlos. Nur wer die Zusatzfunktionen nutzen will, muss zahlen.

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Was brauche ich, um Skype nutzen zu können?

Kommt darauf an, was Sie alles machen wollen. Um Skype auf einem Computer oder Laptop für das Chatten – also Nachrichten schreiben – zu nutzen, braucht es eigentlich nur eine Internetverbindung, am besten eine Flatrate. Für das Telefon sind Mikrofon und Lautsprecher nötig. Besser noch sind Kopfhörer. Und wer sein Gegenüber beim Reden auch sehen möchte, braucht eine Webcam. Die ist in vielen Laptops schon eingebaut und ansonsten für 15 bis 20 Euro im Fachhandel zu kaufen.

Ich bin kein Computer-Experte. Kann ich Skype trotzdem nutzen?

Wir lehnen uns jetzt mal aus dem Fenster und sagen „ja“. Skype ist gerade deshalb so beliebt, weil es so einfach zu bedienen ist. Einmal installiert müssen Sie nur einen Nutzernamen und ein Passwort aussuchen, dann kann es losgehen. In einer Liste stehen Ihre verfügbaren Kontakte. Alles weitere funktioniert über das Anklicken von Symbolen.

Wen kann ich mit Skype anrufen?

Jeden, der das Programm auch installiert hat. Diese Anrufe sind dann kostenlos. Es lassen sich allerdings auch herkömmliche Festnetzanschlüsse oder Handys anwählen. Aber Vorsicht: Diese Anrufe kosten Geld, wenn auch meist weniger als ein Anruf über die klassische Leitung.

Wie bezahle ich Skype-Anrufe?

Mit Ihrem Guthaben, das sie zuvor unter www.skype.com aufgeladen haben. Müssen Sie aber, wie gesagt, nur machen, wenn Sie Festnetznummern oder Handys anrufen, auf denen kein Skype installiert ist.

Wie finde ich andere bei Skype?

Über das eingebaute Telefonbuch. Darüber können andere Nutzer Sie auch finden. Unter Ihrem echten Namen oder – wenn Ihnen das lieber ist – nur unter Ihrem Nutzernamen.

Hintergrund

Microsoft kauft den Internettelefonie-Anbieter Skype für eine Rekordsumme, kündigte Steve Ballmer an. 5,9 Milliarden Euro ist ein Vielfaches des Unternehmenswerts von Skype. Dennoch könnte es ein lohnendes Investment für Microsoft werden.

Wie ist eigentlich die Sprachqualität bei Skype?

In der Regel ganz gut. Rauschen gibt es nicht. Wenn die Internetleitung zu langsam ist, klingt die Stimme aber manchmal abgehackt und verzerrt. Dann sollte man alle unbenötigten Programme auf dem Computer während des Telefonierens beenden.

Wird Skype schon viel genutzt?

Das kann man sagen. Die Plattform werde täglich mehr als zwei Milliarden Minuten lang zum Chatten und Telefonieren genutzt, hat Skype-Chef Tony Bates neulich gesagt. Monatlich loggen sich nach Angaben des Unternehmens mehr als 300 Millionen Menschen dort ein. Und in Spitzenzeiten sind auch schon mal 50 Millionen von ihnen gleichzeitig über Skype verbunden.

Gibt es denn nur Skype, um via Internet zu telefonieren?

Aber nein. Es gibt auch jede Menge Alternativen, wie etwa „Google Hangouts“, „Jitsi“ oder „Nimbuzz“. Viele sind nicht schlechter, manche vielleicht sogar besser. Aber keines ist auch annähernd so weit verbreitet wie Skype. Und mit anderen Programmen lassen sich Skype-Nutzer nicht kostenlos anrufen.

Kann ich mein Festnetz-Telefon oder Handy abmelden, wenn ich Skype nutze?

Das müssen Sie selbst wissen. Wir würden derzeit noch dringend davon abraten. Schon weil es schwierig werden könnte, den Arzt oder Handwerker seines Vertrauens über Skype zu erreichen. In fünf bis zehn Jahren allerdings könnte die Sache anders aussehen. So lange sollte man Skype nicht als Ersatz, sondern als kostengünstige Ergänzung zum herkömmlichen Anschluss sehen.

Andreas Böhme



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