Sind 40 Grad genug? - So wird die Wäsche wieder richtig sauber

Klug sortieren, ehe die Waschtrommel rotiert: Beim Wäschewaschen verträgt sich nicht jedes Kleidungssstück.
Klug sortieren, ehe die Waschtrommel rotiert: Beim Wäschewaschen verträgt sich nicht jedes Kleidungssstück.
Foto: IMAGO
Was wir bereits wissen
Richtige Temperatur und passendes Waschmittel: Wer beim Wäschewaschen alles richtig macht, spart Zeit und schont dabei auch noch die Umwelt.

Das bisschen Haushalt macht sich von allein? Nun ja, das nicht. Aber vieles ist einfacher, wenn man weiß, wie es geht. So wie das Wäschewaschen. Wer es richtig macht, spart Zeit, Geld und schont die Umwelt. Ein paar Tipps.

Wie Sie die richtige Temperatur finden

Wer die passende Temperatur sucht, sollte sich das Kleidungsstück anschauen: Nahezu alle Wäschestücke enthalten ein Etikett, auf dem Waschsymbole abgedruckt sind (nebenstehender Waschzettel). Das Symbol enthält die maximal zulässige Temperatur, die man nicht überschreiten sollte. Eine geringere Temperatur ist immer möglich, sofern die Wäsche dann sauber wird.

Generell gilt: Waschmittel sind heute schon bei niedrigen Temperaturen wirksam. Die meiste Wäsche wird also bei 20 oder 40 Grad sauber. Aber: Bei starken Flecken, Bettwäsche oder Krankheitswäsche sind 60 Grad empfehlenswert. Bei dieser Temperatur werden die meisten Keime vernichtet.

Welches Gewebe verträgt was?

Weiße und helle Baumwolle kann bei allen Waschtemperaturen gewaschen werden, bei gefärbten Baumwolltextilien indes führt eine zu hohe Temperatur zum Ausbleichen der Farben.

Baumwollmischgewebe können bei Temperaturen von kalt bis 60 Grad gewaschen werden.

Bei Viskose, Synthetik und Leinen sind Temperaturen von kalt bis 40 Grad passend – im Schonwaschgang.

Wolle, Seide und Daunen sind besonders empfindlich. Sie sollten bei Temperaturen von kalt bis 40 Grad im Spezialschonwaschgang, Seide- oder Wollwaschgang oder von Hand gewaschen werden.

Waschmitteltypen

Ein weites Feld: Nach Angaben des „Forum Waschen“ enthalten fast alle Waschmittel sogenannte Tenside zur Schmutzentfernung und bestimmte Enzyme, die den Reinigungseffekt verstärken und das Gewebe schonen. Die festen und pulverförmigen Voll- und Universalwaschmittel arbeiten mit Bleichmitteln und optischen Aufhellern. „Sie sind für alle weißen und farbechten Textilien aus Baumwolle, Leinen und Mischgewebe bei allen Waschtemperaturen geeignet“, erklären die Experten“. Flüssigwaschmittel hingegen lösen Fett oft besser als Pulver und eignen sich auch zur Vorbehandlung von Flecken.

Color- oder Buntwaschmittel reinigen dank spezieller Inhaltsstoffe farbschonend bunte Textilien aus Baumwolle, Leinen und Mischgewebe und kommen ohne Bleichmittel und optische Aufheller aus. Einen feinporigen Schaum erzeugen hingegen Feinwaschmittel, die Fasern und Farben schützen, während Wollwaschmittel nicht nur Wolle reinigen, sondern auch Daunen oder Seide. Hand- und Reisewaschmittel säubern wegen ihres hohen Tensidanteils besonders gründlich, schäumen allerdings auch stark und eignen sich deshalb nicht für Maschinen. Auf dem Markt gibt es eine Reihe weiterer Waschmittel für spezielle Textilien: etwa für Gardinen, Funktionsbekleidung oder schwarze Wäsche.

Auf links waschen

Nicht immer ist auf dem Pflegeetikett angegeben, ob ein Wäschestück auf links gewaschen werden muss. Wer unsicher ist, kann sich an die Regel „links vor rechts“ halten. „Das gilt für Jeans und andere feste Gewebe, die sonst durch Reibung in der Trommel ihre Farbe verlieren könnten etwa durch Knickfalten“, erklären die Experten vom „Forum Waschen“.

Mode Ebenfalls auf links gewaschen werden sollten Bett- und Kissenbezüge, damit alle Fusseln auswaschen. Hosen- und Jackentaschen sollte man herausziehen, um sie vollständig zu säubern. Auch schwarze und bedruckte Baumwollteile sowie dunkle Wäschestücke aus Mikrofaser bevorzugen die Links-Wäsche.

Tipp vom „Forum Waschen“: Empfindliche Fasern, Wäsche mit einer speziellen Materialzusammenstellung oder mit Metallteilen (Büstenhalter) sollten in einem Wäschesack in der Waschmaschine gewaschen werden.

Wie Sie das Leben Ihrer Waschmaschine verlängern

Moderne Maschinen werden zehn bis 20 Jahre alt. Bei richtiger Pflege können in dieser Zeit teure Reparaturen vermieden werden. Sie sollten regelmäßig. . .
. . . nach dem Waschen die Gummimanschette abtrocknen. Kalkreste des Wassers machen sie schnell spröde und wasserdurchlässig.
. . . die Waschmittelschublade reinigen. Bei fast allen Fabrikaten lässt sich die Schublade entfernen und unter fließendem Wasser oder in der Spülmaschine säubern.
. . . Das Flusensieb unter fließendem Wasser ausspülen.
. . . Die Maschine mindestens zwei Mal im Jahr bei 60°C im Normalprogramm waschen, um das Innere von Bakterien, Pilzen und Keimen zu reinigen.

Strategien für das Saubermachen