Seltsame Cockpit-Gerüche sorgen für Lufthansa-Notlandung

Eine Lufthansa-Maschine des Typ A321 musste am Donnerstag in Stuttgart notlanden. Sie war auf dem Weg von Manchester nach München.
Eine Lufthansa-Maschine des Typ A321 musste am Donnerstag in Stuttgart notlanden. Sie war auf dem Weg von Manchester nach München.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Eine Lufthansa-Maschine, die von Manchester auf dem Weg nach München war, musste am Donnerstagvormittag in Stuttgart notlanden. Wie die Lufthansa unserer Redaktion bestätigte, lag eine seltsame Geruchsentwicklung im Cockpit vor. Die Maschine hatte 82 Passagiere an Bord.

München.. Ein Lufthansa-Flug von Manchester nach München musste am Donnerstagvormittag in Stuttgart notlanden. Wie die Fluggesellschaft unserer Redaktion bestätigte, hatte der Pilot wegen eines technischen Defekts vorsorglich einen Alarm ausgelöst, nachdem er eine ungewöhnliche Geruchsentwicklung im Cockpit festgestellt hat. Ein Brand oder eine Rauchentwicklung lag aber nicht vor.

Die Landung in Stuttgart erfolgte gegen 9.50 Uhr ohne Komplikationen. Feuerwehr und Notärzte waren routinemäßig dennoch vorgerückt. Die 82 Passagiere und 5 Flugbegleiter von Flug LH2505 sind allesamt wohlauf.

Steigende Anzahl von Zwischenfällen

Die Maschine des Typs A321 wird in Stuttgart untersucht, die Tickets der Passagiere wurden umgebucht.

Seit dem Jahr 2010 steigt die Zahl der gemeldeten Vorfälle von Geruchsentwicklungen im Cockpit steil an - vor allem in Deutschland. "Unsere Daten belegen, dass sich weltweit jeder fünfte gemeldete derartige Zwischenfall in einem deutschen Flugzeug ereignet", sagt Ilias Maragakis, Sprecher der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA im Mai.

Öldämpfe können zu Schwindelanfällen bei Piloten, im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen. (fdu)